Run and Kill
Inhalt
Ein gehörnter Ehemann heuert im Vollsuff ein paar Auftragskiller für den Mord seiner Frau an. Nach vollzogener Tat hat dieser jedoch nicht nur Probleme mit der Polizei, sondern wird seine engagierten Gangster einfach nicht mehr los…
Fazit
Die Inhaltsangabe klingt etwas skurril und das war dieser Film letztendlich auch. Gespickt mit viel schwarzem Humor, aber auch deftigen Actionszenen hat sich das Teil am gestrigen Abend etwas in mein Hirn eingebrannt und ein Schmunzeln blieb beim Schreiben dieses Textes auf meinen Lippen.
Der Streifen begann langsam und wirkte durch seine witzige (aber dennoch gelungene) deutsche Synchronisation auch vergleichsweise lustig. Dank einiger flotter Sprüche konnte man hier und da herzhaft lachen, doch schon bald sollten uns diese Lacher im Halse stecken bleiben.
Mit Einsatz der Auftragskiller häuften sich die derberen Momente und man wurde seiner hohen Altersfreigabe (bei uns ab 18 – in Asien ein CAT III-Kandidat) gerecht. Neben folgenschweren Messereinsätzen gab es einige Kopfschüsse und sogar den unschönen Einsatz von brennendem Benzin.
Der Erzählfluss war jederzeit hervorragend und frei von Längen. Dank seiner unberechenbaren Handlung war stets für Spannung gesorgt und man blieb vergnüglich am Ball. Hier kam dem Werk sogar die eher mäßige Bildqualität der mir vorliegenden Scheibe von Laser Paradise zu Gute – denn so wirkte das Geschehen noch etwas schmuddeliger und rauer.
Die Darsteller – allen voran Kent Cheng und Simon Yam – haben ihre Sache sehr gut gemacht und lieferten genügend Raum zur Identifikation oder zumindest zum Aufbau einer gewissen Sympathie zu ihren schrägen Figuren. Wie bereits erwähnt war die deutsche Vertonung ziemlich trashig, aber dies passte hervorragend zum Rest.
Zunächst habe ich einen “normalen” Thriller erwartet, doch “Run und Kill” war dann doch eine andere, aber nicht minder unterhaltsame Angelegenheit. Als echter Asienfilmfan hatte ich bis dato noch nichts von dem Titel gehört und griff auf dem Flohmarkt für gerade einmal 25 Cent (verschweißte DVD) einfach mal zu und wurde angenehm überrascht. Eine Referenz ists am Ende wohl nicht, jedoch ein unterhaltsamer Tripp mit rasanten Passagen und wilden Wendungen – jedoch nichts für schwache Gemüter.
7/10
Fotocopyright: Laser Paradise


