Filmbesprechungen

Subway

Inhalt

Punker Fred klaut auf einer Party ein paar überraschend wertvolle Dokumente und flieht damit in die Pariser U-Bahn. Dort versuchen ihn nun seine Häscher, als aber auch die Polizei zu schnappen, doch hier herrschen ganz eigene Regeln…

Fazit

Ich mag die meisten Werke von Luc Besson sehr und habe ein Faible für nicht ganz alltägliche Filme, doch bei “Subway” tue ich mir irgendwie schwer. Ich habe diesen Streifen am vergangenen Wochenende tatsächlich zum ersten Mal (am Stück) gesehen und bin mir mit einer Wertung äußerst uneins.

Eigentlich war das Storytelling – oder besser gesagt – Ant-Storytelling bei diesem Streifen nicht schlecht und ließ viel Raum für eigene Interpretationen. Oft warf uns der Regisseur einfach nur ein paar Dialogfetzen und wenig kommentierte Szenen vor den Latz – hier musste man sich selbst einen Reim auf das Gezeigte machen und dies gelang leider nicht immer.

Irgendwo fanden sich die Mosaike zusammen, doch für meinen Geschmack war dies mitunter etwas anstrengend. Durch seine eigenwillige düstere Metro-Optik und vor allem durch einen mit nervigen Elementen gespickten Soundtrack wurde dies oftmals zur absoluten Geduldsprobe. Besson ging seinen Zuschauer wortwörtlich auf den Keks, aber hier an meinem Sinn für derartigen Humor vorbei.

Christopher Lambert war klasse, Isabelle Adjani ebenso, nur eben die Rolle des großartigen Jean Reno nicht ganz nach meinem Gusto. Alle agierten auf internationalem Niveau und gaben keinen Grund zur Klage – ebenso auch nicht die schöne Inszenierung, die die dunklen Gänge der Pariser U-Bahn durchaus stillvoll zur Geltung kommen ließen. Vielleicht waren diese auch die eigentlichen Hauptakteure in diesem wirren Treiben.

Dieser Film ist speziell und eine faire Bewertung hierdurch sehr schwierig. Er mag berechtigterweise als Kultfilm gelten, aber ich wurde hier noch nicht abgeholt und nehme von einer weiteren Sichtung erst einmal etwas Abstand. Ich erkenne das Potential der Produktion, dennoch reicht es nur für eine bedingte Empfehlung für experimentierfreudige Cineasten.

6,5/10

Fotocopyright: Studiocanal (Plaion Pictures)

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