Filmbesprechungen

Stargate

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Der umstrittene Forscher Daniel Jackson wird vom Militär für ein streng geheimes Projekt angeworben und ist zunächst sehr skeptisch. Er kann sich nicht vorstellen, wofür seine Hilfe gebraucht werden kann – bis er vor einem merkwürdigen Bauwerk steht. Inmitten der abgeschotteten Regierungseinrichtung befindet sich eine Art Tor mit sonderbaren Symbolen, welches einst aus Ägypten geborgen wurde.

Daniel verbringt jede freie Minute mit der Entschlüsselung der abgebildeten Zeichen, bis er eines Tages einen Mechanismus in Gang setzt und damit das Portal zu unbekannten Welten öffnet. Unter Führung von Colonel Jack O’Neil wagen sie sich auf einen waghalsigen Erkundungstrip …

Fazit

Beim Namen „Stargate“ schnalzen Sci-Fi-Freunde sicherlich mit der Zunge. Auch wenn Roland Emmerichs Werk nicht das Maß aller Dinge war, zog es doch relativ erfolgreiche Serienauskopplungen nach sich und blieb so zumindest mit seiner ansprechenden Grundidee in Erinnerung.

Am Konzept von „Stargate“ gibt es nichts zu mäkeln. Die Geschichte ist nach wie vor eine Klasse für sich, aber Emmerich hat bei der Umsetzung geschludert. Nach einem furiosen – zumindest spannungstechnisch absolut gelungenen – Auftakt verweht die Erwartungshaltung alsbald im Wüstensand der fremden Welt. Es gab zwar ein paar gute Gags und Actionszenen, aber diese retten nicht vor einem insgesamt unbefriedigenden Restverlauf.

Große Beachtung verdienen neben den tollen Effekten insbesondere der umfangreiche Cast mit etlichen Statisten und die opulenten Kulissen. Der Film schaut ziemlich teuer aus und macht zumindest technisch noch immer einen sauberen Eindruck. Mit Kurt Russell trat eine seinerzeit noch recht bekannte Actionikone als Colonel Jack O’Neil an und wirkte in erster Linie mit seiner teils unpassenden Mimik unfreiwillig komisch – doch keineswegs schlecht. James Spader überagierte hin und wieder, sein Auftritt ging insgesamt auch in Ordnung.

Schlimmer sind die zuweilen seltsam anmutenden Kostüme der Widersacher – wobei dies schon fast zum Trash-Kult reicht. Einen hier präsentierten Ra kann man irgendwie nicht ganz ernst nehmen. Immerhin hat man bei späteren Serienepisoden noch ein wenig Politur betrieben und das Wesen der Bösewichte (Stichwort: Parasiten) verändert.

„Stargate“ ist kein richtig guter, dafür aber erstaunlich unterhaltsamer Film – der in regelmäßigen Abständen immer wieder in meinem Player landet. Nach der DVD habe ich nun auch zur Blu-ray gegriffen und muss sagen, dass man im Gegensatz zu manch Konkurrenz das Geschehen angenehm frisch und die Effekte erstaunlich anschaulich erscheinen. Unterm Strich also ein passabler Sci-Fi-Kracher, dessen Potenzial glücklicherweise in späterer Serienform ein bisschen effizienter genutzt worden ist.

7,5/10

Fotocopyright:‎ Studiocanal (PLAION PICTURES)

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