Filmbesprechungen

Underworld: Aufstand der Lykaner

Inhalt

Einst lebten Vampire und Werwölfe in einem trügerischen Einklang. Während die Blutsauer schliefen, wurden sie am Tage von den Wölfen beschützt. Die Katastrophe begann jedoch mit der Rekrutierung eines besonderen Lykaners, der direkt dem König unterstellt wurde und eine Affäre mit dessen Tochter begann…

Fazit

Wie es die Inhaltsangabe zweifelsfrei vermuten ließ, erzählt der “Aufstand der Lykaner” die Vorgeschichte zur Underworld-Saga und machte bis dato nur am Rande erwähnte Ereignisse audiovisuell in beinahe gewohnter Qualität sichtbar.

Bewusst habe ich nur “beinahe” geschrieben, denn die Effekte sind teilweise nicht mehr ganz so hübsch wie in den Vorgängern. Möglicherweise hat es am Budget und/oder an der schieren Anzahl der vielen virtuellen Spielereien gelegen – denn im Gegensatz zu den anderen Teilen spielte dieser Titel komplett in der Vergangenheit und musste für seine spezielle Optik stets Hilfe aus dem Computer in Anspruch nehmen.

Die Handlung war so simpel, wie vorherschaubar – aber immerhin mit einem soliden Pacing bestückt. Zwar blieben erzählerische Überraschungen aus, doch die einfache Geschichte wurde mit annehmbaren Tempo umgesetzt. Zwischen viel Dialog gab es immer mal wieder aufregende Actionszenen, die allesamt hervorragend in Szene gesetzt wurden und Spaß bereiteten. So und nicht anders stellt man sich Auseinandersetzungen von Vampiren und Werwölfen vor.

Beim Cast hat man gute Arbeit geleistet. Die Ähnlichkeit zwischen Rhona Mitra und Kate Beckinsale war durchaus gegeben, der Zuschauer musste schon ein zweites Mal hingucken – um sich dann auch an die bereits in früheren Teilen erwähnten Details zu erinnern. Es handelte sich um verschiedene Charaktere, die allerdings eine Bindung aufwiesen. Bill Nighy als gnadenloser Vampirkönig Viktor war erneut ein kleines Highlight, welches immer wieder zur Gänsehaut animierte.

“Aufstand der Lykaner” war ein unterhaltsamer Ausflug in die Vorgeschichte der “Underworld”-Reihe, verschenkte aber trotz hohem Unterhaltungswert durchaus so Einiges an Potential. Die Konflikte der beiden Monster-Rassen wurden recht oberflächlich abgehandelt, die Affäre zwischen Lucian und Sonja nicht so richtig begründet. Man schien alles irgendwie schon zu kennen und nichts konnte so wirklich überraschen – dennoch konnte man sich hier zurücklehnen und wurde prima bei Laune gehalten.

7/10

Fotocopyright: ‎Sony Pictures Home Entertainment

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