Spielebesprechung

Tim und Struppi – Die Zigarren des Pharaos (Nintendo Switch)

Inhalt

Reporter Tim und sein treuer Hund Struppi machen auf einer Kreuzfahrt die Bekanntschaft mit einem leicht verpeilten Professor – der sie schon bald in die Suche nach dem Grab eines berühmten Pharaos hineinzieht…

Gameplay

Am einfachsten lässt sich das Spiel als Adventure umschreiben. Gespielt wird hauptsächlich aus Tims Third-Person-Perspektive, hin und wieder aber auch aus der Ego-Sicht des Hundes Struppi. Wir können uns bei beiden Varianten zwar frei bewegen, doch sind die aktuellen Schauplätze vom Umfang her recht eingeschränkt.

Meist klappern wir alle Hot-Spots der aktuellen Location ab, sammeln alle verfügbaren Gegenstände ein und dann geht’s mehr oder weniger automatisch ans Knobeln. Manche Aufgaben sind sehr leicht, andere widerrum nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Eine integrierte Hilfefunktion manövriert uns dabei immer aus dem Gröbsten heraus.

Manchmal muss man eine Melodie nachspielen, Schalter in der richtigen Reihenfolge betätigen – oder simple Schiebepuzzle lösen. Aufgelockert wird das Ganze durch Quicktime-Events oder Schleich-Einlagen, deren beider Rücksetzpunkte zum Glück fair verteilt sind und den Frust über die dort ungemein hakelige Steuerung in Grenzen hält. Eine unbegrenzte Anzahl an Versuchen ist dabei hilfreich.

Spielzeit

Nach rund 8 bis 9 Stunden flackerte der Abspann über den Schirm.

Präsentation

Optisch hat mich der Titel auf der kleinen Switch überrascht. Der Charme der Vorlage wurde vorzüglich getroffen und die schwache Hardware profitierte dabei sicherlich vom wenig komplexen Detailgrad selbiger. Alles schaute gut und vor allem sehr klar aus, die Performance war immer flüssig (gespielt auf der Switch 2).

Der Soundtrack war unauffällig, aber passend. Die deutsche Vertonung hingegen sehr gelungen.

Positiv

  • ikonischer Comic-Look
  • gute deutsche Vertonung
  • spannende Geschichte
  • einwandfreies Pacing
  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • teils richtig gelungene Rätsel
  • fair verteilte Rücksetzpunkte / unendlich viele Versuche

Neutral

  • Quicktime-Events könnten stellenweise etwas kürzer sein
  • manche Knobelaufgaben nicht auf den ersten Blick selbsterklärend
  • insgesamt recht linear vom Ablauf

Negativ

  • mache Rätsel nur durch wildes Geklicke lösbar
  • hakelige Steuerung versaut hin und wieder Quicktime-Events

Fazit

Bei einem Kampfpreis von unter 10 Euro musste ich einfach zuschlagen. Ich wusste, dass dieses Game zu Beginn gewaltige Bugs hatte – die nun zum Glück weitestgehend gefixt wurden und eine gute Spielbarkeit gewährleisteten. Abgesehen von einer leicht hakeligen Steuerung konnte man das Geschehen einwandfrei genießen und ich hatte als Freund der Vorlage so richtig meinen Spaß.

Die Technik war – besonders mit Blick auf die betagte Switch – nicht übel und wurde dem Look der Comic und Zeichentrickserie gerecht. Obwohl die Lösung mancher Rätsel nicht immer auf den Blick ersichtlich war und manchmal wildes Herumgeklicke zum Ziel führte, konnte ich mich insgesamt nicht über deren Qualität beschweren. Die Gradlinigkeit des Programmes kam dabei dem Spielfluss nur zu Gute und keine Knobelaufgabe hielt uns zu lange vom Voranschreiten ab.

“Tim und Struppi – Die Zigarren des Pharaos” ist nicht perfekt, aber sei besonders Fans der Vorlage und Freunde schöner “oldschooliger” Adventures ans Herz gelegt. Microdroids hat uns ein relativ einfaches Adventure abgeliefert, welches durch seine symphytische Art und gut erzählte Handlung auch für die ganze Familie geeignet ist.

Grafik: 7,5/10 | Sound: 7,5/10 | Gameplay: 6/10 | Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Microdroids

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