Die große Flut
Inhalt
Eine riesige Flutwelle überschwemmt das Land und rast auf den Wohnblock einer Wissenschaftlerin zu – die in voller Panik versucht, sich und ihren Sohn zu retten. Sie versuchen das rettende Dach des Gebäudes zu erreichen und erhalten dabei Unterstützung von einem mysteriösen Fremden, der scheinbar mit falschen Karten spielt und sich der Identität seiner “Mandantin” bewusst ist…
Fazit
Optisch famos und inhaltlich zumindest am Anfang noch relativ spannend. Mit “Die große Flut” hat Netflix einen interessanten, zum Ende hin allerdings auch recht verwirrenden Titel aus Südkorea am Start und mein Fazit fällt durchwachsen aus.
Es hätte so schön werden können. Der Film steigt relativ früh ins nasse Geschehen ein und gab uns kaum Zeit zum Verschnaufen. Man konnte sich gut in die ausgezeichnet agierende Hauptperson (Kim Da-mi) hineindenken und ihre Ängste teilen. Bis dato war der Streifen richtig stark und gewann mit Hilfe des geheimnisvollen Fremden (Park Hae-soo) zusätzlich an Spannung.
Irgendwann haben die Macher jedoch einen Cut gemacht bzw. offenbarte das Drehbuch dann ein paar seltsame Designentscheidungen und der Spaß wurde getrübt. Der Zauber verflog und das hierzu gescriptete Finale wollte nicht munden – so sehr man es auch versuchen und sich eigene Gedanken zur Auflösung machen wollte.
Die Effekte waren wirklich gut und absolut auf der Hohe der Zeit, die Synchro ebenfalls gelungen. Das Abtauchen gelang hierdurch sehr einfach, bis besagte Mängel beim Storytelling einschritten und am Unterhaltungswert knabberten. Normalerweise kennen wir es bei den Koreanern gerade anders herum (eher durchwachsene Technik, dafür spannende Geschichten) und hier eine starke Kombination hätte ergeben können.
Audiovisuell in Genuss, von der Handlung leider eher durchwachsen. “Die große Flut” begann ansprechend und spannend, wandelte sich dann aber zu einem lauen Lüftchen, welches zum Ende hin leider nicht mehr so hervorragend bei Laune hielt. Für Netflix-Abo-Besitzer eventuell einen Blick wert, der Rest verpasst hier leider nichts.
5,5/10
Fotocopyright: Netflix


