Die Armee der Finsternis
Inhalt
Aufgrund unglücklicher Umstände landet Warenhausverkäufer Ash im Mittelalter und muss sogleich seine Kampfeskünste gegen Untote präsentieren. Damit er wieder in unsere Zeit reisen kann, musss er ein mystisches Buch zum örtlichen Zauberer bringen und sich dabei möglichst an den vorher definierten Plan halten…
Fazit
Die “Tanz der Teufel”-Filme begleiten mich schon mein halbes Leben – und ja, auch der dritte Teil hat sich trotz schwächerer Performance gegenüber seiner Vorgänger ebenfalls einen gewissen persönlichen Kultstatus erarbeitet und wird regelmäßig im Heimkino gesichtet.
Sam Raimi hat seine gewohnten und eigentlich schon im zweiten Streifen erneut aufgewärmten Pfade verlassen, den Großteil der Handlung einfach in eine andere Zeit-Epoche versetzt und viel Raum für schrägen Humor geschaffen.
Die Geschichte war eher flach, doch dank kompakter Laufzeit kurzweilig erzählt und im Grunde auch nie langweilig. Auf dem Schirm war immer etwas los, Action und Slapstick wechselten sich nicht nur im passenden Masse ab, wurden auch gekonnte miteinander kombiniert.
Natürlich mögen die Effekte aus heutiger Sicht etwas angestaubt wirken, dennoch schaut man sich die handgemachten Monsterhorden und witzigen Kameraspielereien noch immer sehr gerne an. Aufgrund ihrer Machart wirken sie fast schon unfreiwillig komisch, was überraschend gut zum Szenario und zum allgemeinen Grundtenor passt.
Der Film wirkt wie ein düsteres Märchen und fühlt sich in seine starken Momenten dennoch wie ein echter “Evil Dead” an. Hauptfigur Ash (abermals genial gespielt von Bruce Campell) macht Laune und trägt das Geschehen von ganz allein – was auch nötig war, da der Rest vom Cast eher dezent im Hintergrund blieb und ihm die volle Bühne zur Verfügung stellte.
Mit Sprüchen wie “Groovey” oder “Kauf smart, kauf im S-Markt” hat sich der Titel über die Jahre im Gedächtnis festgesetzt, obwohl er streng genommen gar nicht mal so überragend ist. Die Teufel tanzen nicht mehr so krass wie in den Vorgängern, doch immerhin hat man sich um Abwechslung und viel Unterhaltung bemüht. Auch wenn mancher Gag über das Ziel hinausgeschossen ist, war die Anzahl der Lacher dennoch beachtlich und die Kurzweil gegeben. Schön auch, dass Ihr nicht unbedingt die Sichtung der äußerst derben Erstlinge zum guten Gesamtverständnis benötigt. Höchstwertung ist nicht drin, aber ein besonderer Platz im Herzen und natürlich auch im gut sortierten Filmregal.
7/10
Fotocopyright: PLAION PICTURES


