Filmbesprechungen

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Inhalt

Kurz nachdem Wissenschaftler Trevor Anderson seinen Neffen zur vorübergehenden Obhut nahm, macht er in den Büchern dessen Vaters eine interessante Entdeckung. Scheinbar verschwand sein Bruder in Island – wo er möglicherweise einen Weg zum Mittelpunkt der Erde entdeckt hat. Sogleich machen sich die Beiden heimlich auf den Weg dorthin…

Fazit

“Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” gehört zu meinen Lieblingsgeschichten von Jules Verne und da ist eigentlich jede Umsetzung herzlich Willkommen. Die Variante von 2008 kam seinerzeit sogar mit 3D-Brillen daher und versuchte dem altbekannten Thema einen modernen Anstrich zu verleihen – aus meiner Sicht mit eher bescheidenem Erfolg.

An der Handlung gibt’s nachwievor wenig zu rütteln. Obwohl bekannt und vertraut, macht das Versinken in der Thematik Laune und ein paar Vereinfachungen machen bei einem Film primär für Kinder kein Problem. Nerviger hingegen die damals schon recht durchwachsenen CGI-Effekte und natürlich die Fokussierung auf die 3D-Technik – was mit ständigen “Pop-Out”-Szenen leicht nervig zur Umsetzung kam.

Obwohl die Geschichte grundsätzlich gefiel, war deren Inszenierung nie so richtig packend – und das brach dem Treiben dann letztlich auch das Genick. Das Gebotene richtet sich halt eher an Kinder, weniger an das reifere Publikum, obwohl die zeitlose Reise eigentlich für alle Altersgruppen prädestiniert ist. Alles lief nach bewährtem Muster herunter, wurde aber nie übermäßig spannend oder mit unvorhersehbaren Elementen gespickt.

Die Technik war solide, auch wenn sich die Darsteller oft wie hineinkopierte Fremdkörper anfühlten und besagter 3D-Modus ausgiebig bedient wurde. Brendan Fraser agierte gewohnt sympathisch und sein Sidekick Josh Hutcherson ging nicht zu sehr auf die Nerven. Die Chemie zwischen den Beiden hat gepasst, auch wenn manche Aktion weniger glaubwürdig an den Zuschauer gebracht wurde – hier war die junge Zielgruppe mal wieder im Fokus.

Richtig schlecht ist der Streifen nicht, aber damals wie Heute überzeugt mich das Ding einfach nicht. Bei nur knappen 90 Minuten Laufzeit hätte das Geschehen einfach noch kurzweiliger daherkommen können und vielleicht etwas frischeren Wind ins bekannte Szenario bringen dürfen. Für mal eben Zwischendurch sicherlich passabel geeignet, als ernsthafter Abenteuerfilm eher zum Belächeln.

5,5/10

Fotocopyright: Warner Home Video

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