180
Inhalt
Das wilde Leben hat Zak hinter sich gelassen und lebt von seinen Burger-Restaurants mittlerweile ganz gut. Als er eines Tages jedoch in einen Autounfall verwickelt wird, die Lage eskaliert und sein kleiner Sohn angeschossen wird, brechen die alten Emotionen wieder aus und er begibt sich auf einen Rachefeldzug…
Fazit
Keine wirklich innovative, aber auf jeden Fall gut gemachte Kost aus Südafrika. “180” bedient sich der üblichen Klischees des Rache-Thrillers, profitiert aber von seinem unverbrauchten Setting und seinen frischen Darstellern.
Bereits nach wenigen Minuten geht es in die Vollen. Ist zunächst noch etwas Orientierung fällig, kommt man aber prima ins Geschehen hinein und kann die unterschiedlichen Charaktere nach kurzer Zeit sehr gut einschätzen. Gut und Böse sind klar getrennt, korrupte Gestalten rasch erkannt.
Schnell wird man allerdings auch mit einer bekannten Handlung konfrontiert, die von Anfang bis Ende keinerlei echte Innovationen lieferte. Glücklicherweise konnten Setting und vor allem die symphytischen Darsteller darüber hinwegschauen lassen und gepaart mit dem kurzweilen Verlauf gab es auch keinerlei unschöne Längen.
Die “Ermittlungen” von Zak blieben weitestgehend logisch, zumal das Geschehen auch nicht zu komplex erschien. Es gab im Grunde nur eine Handvoll an Personen und das wilde Treiben spielte sich hier einzig in deren Reihen ab. Immerhin konnte auch so die Kurzweil bewahrt werden und der Zuschauer wurde nicht mit unnötigen Längen in Schach gehalten.
Handwerklich war hier alles erstklassig gemacht und muss sich keineswegs vor Produktionen aus Hollywood verstecken. Ehrlicherweise hatte ich hier vor der Sichtung kleinere Bedenken, doch bereits nach wenigen Sekunden wich die unbegründete Angst einer extrem hochwertigen Inszenierung mit tollen Look und ebenso gekonnt gemachten Actionszenen. Einziger Wehrmutstropfen blieb eine durchschnittliche deutsche Synchronisation.
Filme aus Afrika vermag ich höchstens an einer Hand abzählen – aber nun ist mit diesem kleinen Spektakel ein empfehlenswertes Werk dazu gekommen. Auch wenn man das berühmte Rad nicht neu erfand, waren es vor allem Darsteller, Inszenierung und das hohe Maß an Kurzweil was für eine Empfehlung spricht. Wer noch nicht genug von solchen Titeln hat und ein Abo bei Netflix sein eigen nennt, darf also ruhig mal einen genaueren Blick wagen.
7,5/10
Fotocopyright: Netflix


