The Highwayman
Inhalt
Francis Boyd Drake steht vor dem Wahnsinn. Erst verliert er seinen zwielichtigen Job, dann stehen Haus und Ehe auf der Kippe. In seiner Verzweiflung greift er zur Waffe, um sich erst selbst richten zu wollen und dann aber Verwendung auf seinem Rachefeldzug gegen seinen Chef findet – bei dem ihm plötzlich eine junge Dame mit ihren Kumpels zur Seite steht…
Fazit
Für grade einmal 25 Cent habe ich bei diesem Film auf dem Flohmarkt zugegriffen und aufgrund des ebenfalls billigen Coverdesigns nicht viel erwartet. Immerhin prangten neben dem schmackhaften FSK18-Logo auch noch zwei bekannte Namen (Jason Priestley, Louis Gossett Jr.) auf dem Titel und rasch ging es an die Sichtung.
Es bot sich kein sonderlich guter, aber immerhin unerwartet unterhaltsamer Streifen – bei dem es zunächst ein wenig Eingewöhnung in Sachen Handlung und Charaktere bedurfte. Zu Beginn konnte man manch wild zusammengewürfelten Aufnahmen noch nicht einordnen, musste sich ebenfalls an mittelprächtige Synchronisation und blasse Bildqualität gewöhnen.
Der Film wirkte wie ein günstig produzierter Videotheken oder gar Fernsehstreifen, was allerdings in Ordnung ging und dank der leicht verkopft erzählten Geschichte zunächst gar nicht mal so sehr ins Auge fiel. Nach geglückten Start kam so etwas wie Kurzweil auf und echte Längen waren tatsächlich kaum zugegen.
Durch den unberechenbaren Verlauf etablierte sich eine schöne Spannungskurve, die bis zum bitten und ordentlich gemachten Ende bei der Stange hielt. Man konnte viele Passagen zwar schon recht früh erahnen – war sich (was übrigens auch ein paar andere Elemente betraf) dann aber nie so recht sicher (keine Spoiler).
Die bekannten und weniger bekannten Gesichter hinterließen jeweils einen guten Eindruck. Allesamt litten zwar ein wenig unter bereits erwähnter deutscher Vertonung, doch gaben ansonsten keinen Grund zur Klage. Man nahm ihnen ihre Charakterzüge ab, konnte sich auch prima mit der Wandlung von Francis anfreunden, da diese hervorragend und durchaus schwarzhumorig begründet wurde.
Dieser “The Highwayman” hat nichts mit der gleichnamigen Serie zu tun und saß mit gelegentlich zwischen den Stühlen was Komödienanteile und ernsthaften Thrill betraf, hielt dann aber letztlich ganz passabel bei Laune. Der Härtegrad hätte gerne noch einen Ticken höher ausfallen dürfen, aber so waren nunmal alte FSK-Einstufungen. Unterm Strich ein durchaus nett gemachter Titel, der allerdings schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden sein dürfte. Für kleines Geld absolut im Rahmen.
6,5/10
Fotocopyright: B & C – DVD


