Warlock 2 – The Armageddon
Inhalt
Satan hat nach einigen Fehlversuchen abermals seinen Sohn auf die Erde gesandt, um dort magische Runensteine für seine Wiederkehr einzusammeln. Nun wird es Zeit für eine alte Garde von Druiden, endlich ihren Nachwuchs auf die entscheidende Schlacht vorzubereiten…
Fazit
Nachdem ich mir nach etlichen Jahren mal wieder den Vorgänger angeschaut habe, stand die Sichtung der Fortsetzung natürlich ebenfalls wieder auf dem Plan. Witzigerweise bin ich damals auch erst mit dem zweiten Teil der Saga eingestiegen – und er blieb bis heute noch mein Favorit.
Viele Passagen aus dem Text zum Erstling können im Grunde erneut übernommen werden – angefangen bei der wenig innovativen Rahmenhandlung, bis zur hoffnungslos veralteten Technik. Auch ein “Warlock 2” ist eben ein Kind seiner Zeit und bei Entstehung waren sowohl finanzielle Mittel, als auch eingeschränkte Effektküche ein paar lästige Begleitumstände.
Trotz (oder gerade wegen) seiner angestaubten Optik macht der Titel aber Spaß und entfaltet einen gewissen Charme. Natürlich glänzte Julian Sands erneut in seiner smarten Paraderolle und abermals kaschierten ein paar richtig gute Ideen die mangelnden Neuerungen. Das Tempo war hier sogar einen Ticken höher und besonders die vielen kreativen Tötungseinlagen zauberten ein breites Grinsen – so sehr sie auch technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit waren.
Stören könnte man sich an der arg späten Ausbildung des Druiden-Nachwuchses oder dass die Szenen aus deren Ausbildung sehr abgekupfert wirkten – richtige Negativpunkte waren dies für mich aber nie. Das Geschehen hatte zwar einige deftige Momente (und war damals für eine FSK16-Freigabe auch erheblich geschnitten), doch ein gewisser schwarzer Humor war nie zu leugnen, man nahm sich nie zu ernst. Die Leistung der jungen Darsteller ging übrigens in Ordnung, wobei deren Erzieher schon deutlich cooler daher kamen.
Für mich ist “Warlock 2” trotz all seiner offenkundigen Defizite ein sehens- und noch immer empfehlenswerter Film. Die Präsenz von Sands sorgt für Gänsehaut, der Rest für kurzweilige Unterhaltung. Wer Look und Charme der frühen 90iger mag und einem fiesen Hexenmeister auf seiner Diebestour beiwohnen möchte, kann dies kaum besser als hier erleben.
8/10
Fotocopyright: NSM Records


