Filmbesprechungen

Mission to Mars

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Im Jahr 2010 ist die bemannte Raumfahrt zum Mars keine Fiktion mehr, und so betritt die erste menschliche Crew die Oberfläche des roten Planeten. Zunächst verläuft die Erforschung der weitgehend unbekannten Umgebung ohne größere Probleme, doch dann taucht ein heftiger Sandsturm auf und versetzt die Pioniere in eine Notlage.

Auf der Erde wird nicht lange gefackelt, und befreundete Astronauten setzen alle Hebel für eine Rettungsmission in Bewegung. Was sie auf dem Mars erwartet und was aus ihren Freunden dort geworden ist, werden sie allerdings erst nach ihrer Ankunft erfahren…

Fazit

Grober Unfug oder spannende Sci-Fi-Unterhaltung? „Mission to Mars“ hat seit Release das Publikum gespalten und über die Jahre nichts von dieser Eigenart eingebüßt. Ich habe den Titel nun schon einige Male gesehen und bin eigentlich immer wieder fasziniert vom nett umgesetzten Szenario und der packenden Atmosphäre. In meinen Augen passt hier alles zusammen, und man fühlt sich unglaublich wohl im einigermaßen glaubwürdig konstruierten Setting.

Sicherlich war das Gebotene weit weniger actionorientiert als manche Konkurrenten („Red Planet“, „Total Recall“ oder „Ghosts of Mars“), aber das macht überhaupt nichts. Stellenweise ist das Geschehen angenehm gemütlich, fast familiär von seinem Figurendesign her erzählt – trotzdem interessant und fesselnd. Die Handlung ist spannend und hält genügend Überraschungen parat, um stets bei der Stange zu halten.

Gary Sinise, Tim Robbins oder auch Jerry O’Connell harmonieren sehr gut miteinander, und es macht durchweg Spaß, ihnen bei ihrem Abenteuer zuzuschauen. Vor allem Sinise – der sonst eher die Bösewichter verkörpert – gefiel hier besonders gut und erweckte große Sympathie, die er zuletzt nur durch seinen Einsatz bei „CSI: NY“ wieder entfachen konnte.

Die Effekte waren für damalige Verhältnisse ziemlich hochwertig und sind auch heute noch relativ gut anschaubar. Sicherlich fällt oftmals die eindeutige Computerherkunft ins Auge, insgesamt hat der Zahn der Zeit jedoch noch nicht so stark an der Technik genagt. Die Marskulisse wirkt – soweit man das sagen kann – stimmig und bietet eine tolle Grundlage für die durch und durch ansprechende Geschichte.

Ich mag gute Sci-Fi-Filme, und „Mission to Mars“ gehört definitiv dazu. Seine eher ruhige Gangart und sein gelungenes Charakterdesign zeichnen den Titel aus und sorgen immer für wohlige Atmosphäre, bei der der Abenteuertrieb auf unterhaltsame Weise bedient wird. Schlechte Kritiken kann ich hier absolut nicht verstehen – für mich gehört die Scheibe in die Sammlung, und eine regelmäßige Sichtung steht alljährlich auf dem Plan. Brian De Palma hat bewiesen, dass er neben ausgezeichneten Thrillern auch höchst anständige Weltraumkost abliefern kann.

8/10

Fotocopyright: Filmjuwelen

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