Inhalt

Seit einem tragischen Unfall ist Frank in der Lage mit der Zwischenwelt zu kommunizieren und nutzt diesen Gabe fortan für windige Geschäftszwecke aus. Zusammen mit ein paar Geistern nimmt er unbescholtene Bürger aus und kommt damit über die Runden. Eines Tages jedoch wird er mit einem seltsamen Phantom konfrontiert…

Fazit

Peter Jackson und Michael J. Fox waren eine Kombination, die Filmfreunde seinerzeit mit der Zunge schnalzen ließen und gewisse Erwartungen entfachte. „The Fighteners“ war dann letztlich auch ein Streifen, der zunächst auf VHS, später auf DVD und letztlich als Blu-Ray in die Sammlung wanderte – mich aber dennoch nie zu hundertprozentig von sich überzeugen konnte.

Zunächst möchte ich hervorheben, wie gut die Technik gealtert ist und wie hübsch die Geistererscheinungen noch immer auf der heimischen Leinwand wirken. Man gab sich seinerzeit richtig Mühe und schuf eine tolle Immersion, die sich nicht vor aktuelleren Produktionen verstecken muss. Sicherlich sind einige Effekte nichtsdestotrotz etwas angestaubt, dennoch einwandfrei anschaubar und stehen dem Spaß nicht im Weg.

Die Handlung war halbwegs originell und bot einen schönen Rahmen, um die optischen Muskeln regelmäßig spielen zu lassen – warf aber nüchtern betrachtet nicht vom Hocker. Sie war nett, aber eben auch nicht mehr – zum Teil durchaus witzig, doch nie nicht so innovativ, wie es auf den ersten Blick noch schien. Immerhin hielten sich die Längen in Grenzen und trotz gewisser Vorherschaubarkeit blieb man am Ball.

Man hat eigentlich alles irgendwo schon einmal gesehen, nur eben nicht exakt in dieser Mischung. Es gab zwar ein paar härtere Einlagen (FSK 18 ist dennoch ziemlich übertrieben), aber auch wieder lustige Momente, die meist relativ gut miteinander funktionieren. Manchmal hätte ich mir allerdings noch deftigere Bilder oder noch witzigere Szenen gewünscht – so wirkt alles behutsam gestreift, aber nicht in der Tiefe abgearbeitet. Klingt irgendwie blöd, ist eben schwer zu umschreiben.

Michael J. Fox erledigte seine Aufgabe gewohnt gut und unterhielt mit seiner charmanten Art wiedermal prima. Nach den letzten tragischen Bilder tat es gut, ihn so zu sehen und hin und wieder mit oder über seine Figur lachen zu dürfen. Der Rest vom Cast leistete sich allerdings auch keine gravierenden Schwächen und so gab es hier nicht weiter zu kritisieren.

Für mich ist „The Frighteners“ sicherlich kein schlechter Film und auch regelmäßiger Gast im Player, doch mit einer heißen Empfehlung tu ich mir ein wenig schwer. Der Streifen sitzt ein bisschen zwischen den Stühlen, kann sich zwischen Horror und Komödie nicht vollends entscheiden und fühlt sich trotz hübscher Technik manchmal etwas beliebig an. Unterm Strich ein netter Zeitvertreib, den man vor allem als Fan des Schauspielers oder des Kult-Regisseur durchaus mal gesehen haben sollte.

7/10

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH