Inhalt
Ein paar Kids erwecken aus Versehen in altes Raumschiff zum Leben und starten eine wilde Reise durch die Galaxis. Auf der Suche nach einem Weg zurück zur Heimat, rufen sie jedoch ein paar unliebsame Gestalten auf den Plan – die deren reichen und friedvollen Planeten eigentlich für einen Mythos hielten…
Fazit
Seid Klein auf bin ich großer Star Wars-Fan und konnte mich selbst mit den aktuelleren Kinofilmen irgendwo arrangieren, doch bei den Serienumsetzungen war ich meist raus. „Andor“ und Konsorten habe ich teilweise nach nur 1 bis 2 Episoden abgebrochen, lediglich bei „The Mandalorian“ blieb ich etwas länger dran. Die Erwartungen an „Skeleton Crew“ waren somit eher überschaubar, doch bereits nach wenigen Augenblicken konnte mich das Geschehen in seinen Bann ziehen.
Obwohl die Serie wohl auch das jüngere Publikum im Fokus hat und dies vor allem mit ihren kleinen Hauptfiguren manifestiert, so kommen auch die älteren Jahrgänge vollends auf ihre Kosten. Zwar werden wir mit ein paar bekannten Elementen wie den „X-Flüglern“ oder einigen Insider-Passagen bei Dialogen beglückt, doch für mich war es vor allem die Nähe zu Werken wie „Die Goonies“ was mich vollends abgeholt hat.
Die Produktion wirkte wie ein Abendteuer-Streifen aus den 80igern (wie gesagt „Die Goonies“, aber auch „Explorers – Ein phantastisches Abenteuer“) mit aktueller Technik bestückt und dem Star Wars-Universum als Bonus obendrauf. Der Entdeckungstrieb beim Zuschauer wurde geweckt und mit jeder Menge an originellen Ideen fortwährend am Leben gehalten.
Die einzelnen Episoden waren abwechslungsreich und mit hohem Tempo inszeniert. Es gab quasi keinerlei Leerläufe und unnötige Nebenhandlungen. Das Charakterdesign war sehr gut und deren Entwicklung im Laufe des ungewollten Ausflugs angenehm rund geschrieben. Sicherlich waren einige Elemente etwas drüber, doch zu Gunsten der Kurzweil darf man hier kein Fass aufmachen.
Bereits nach kurzer Zeit haben sich die jungen Akteure ins Herz des Betrachter gespielt, der jedoch waren es auch die Effekte aus dem Computer die uns mit ihren Reizen verzückten. Technisch muss sich diese Serie hinter keinem großen Blockbuster verstecken, lieferte uns Raumschiffanimationen und Gefechte auf allerhöchstem Niveau, generierte fremde Welten so unglaublich immersiv wie kaum zuvor.
Ich liebe „Star Wars“, doch in den letzten Jahren setzte die Reizüberflutung ein und der Bedarf an neuen Material war gedeckt. Eigentlich habe ich immer von einer anderen Serienart geträumt, doch unerwartet konnte mich „Skeleton Crew“ mit seinen positiven Abenteuer-Vibes enorm triggern und eine unterhaltsame Zeit bereiten. Ich habe den Erfolg der Serie nicht ganz auf dem Schirm, würde mich über Fortsetzung dennoch sehr freuen – auch wenn die Haupthandlung zum Glück erst einmal befriedigend auserzählt wurde.
8/10
Fotocopyright: Disney