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Schlagwort: Marvel (Seite 1 von 3)

Captain America: Brave New World

Inhalt

Durch einen zunächst unbekannten Drahtzieher wird ein Konflikt zwischen den Weltmächten herausbeschworen und Captain America soll den Dingen auf den Grund gehen. Plötzlich scheinen eigene Freunde an einem Putsch beteiligt zu sein, doch kampflos gibt der Superheld nicht auf…

Fazit

„Captain America: Brave New World“ ist zwar ein regulärer Eintrag im mittlerweile doch recht großen Marvel-Universum, fühlt sich aber trotzdem ein wenig anders an – und das war Fluch und Segen zugleich.

Wo andere Titel auf Superheldenauftritte und Action ohne Ende setzten, wirkt „Brave New World“ eher wie der letzte „Batman“ mit Robert Pattinson. Die „laute“ Aufmachung wurde etwas zurückgeschraubt, dafür Aspekte eines Thrillers (inkl. Ermittlungsarbeit) in den Fokus gerückt. Es gibt kein Nonstop-Krawall, dafür ruhigere Momente mit netten Krimi-Aspekten.

Die veränderte Erzählweise sorgte jedoch auch für einige Längen, obwohl die Laufzeit im Vergleich ebenfalls recht beschnitten daher kam. Wahrscheinlich lag es an der simplen Handlung, dass die knapp 100 Minuten nicht gerade mit vielen Verzweigungen und dafür mit ein paar vorherschaubaren Passagen daher kamen und dem Zuschauer nicht so wirklich miträtseln ließ.

Auf Harrison Ford habe ich mich gefreut, doch sein Auftritt war ein wenig enttäuschend. Er agierte grundsätzlich solide und spulte sein gewohntes Programm herunter – neue Impulse brachte er dem Marvel-Universum jedoch nicht bei und wird somit auch nicht als unverzichtbarer Charakter in die Geschichte eingehen.

Hübsch waren Optik und CGI-Effekte, die sich weitestgehend harmonisch ins Bild einfügten. Da es erst gegen Ende eine Zerstörungstour gab, war der Look bis dato eher zurückhaltend und die Computerhilfe eher dezent – was ich absolut zu schätzen wusste.

Ein Gang ins Kino muss nicht unbedingt sein, aber spätestens um Heimkino kann man mit diesem Titel seinen Spaß haben. Er stach trotz veränderter Ansätze zwar nirgendwo übermäßig brachial hervor, doch das Konzept war soweit in Ordnung und ein gewisser Unterhaltungsfaktor war gegeben. Nicht der beste, wohl aber auch nicht der schlechteste Vertreter seiner Gattung und für Marvel-Fans sowieso Pflichtprogramm.

Fotocopyright: Disney

Kraven – The Hunter

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Als Kind entging Kraven nur fast dem sicheren Tod und besitzt seither besondere Kräfte, die ihn vor allem mit der Tierwelt verbinden. Von seiner Familie hat sich der „Jäger“ weitestgehend entsagt, doch als sein Bruder entführt wird, nimmt er dessen Fährte auf…

Fazit

Die Figur von „Kraven“ war mir eigentlich nur durch das Spiel „Spiderman 2“ ein Begriff, doch dessen Darstellung und Wahrnehmung war hier eine völlig andere, Hintergründe wurden überhaupt nicht beleuchtet. Dieser Film versteht sich hingegen als „Origin-Story“, die uns den Werdegang des „Jägers“ erläutert, dabei allerdings auch keine Länge ausgelassen hat.

Persönliches Highlight war der Vater von Kraven, den ein Russel Crowe trotz (oder grade wegen) seiner Fettleibigkeit hervorragend lässig verkörperte. Er brachte eine Konstante, die die restlichen Darsteller leider nicht ganz erreichten. Man neigte oftmals zum gewaltigen Overacting und die aufgesetzten Akzente taten ihr Übriges dazu.

Die Geschichte ging grundsätzlich in Ordnung, wurde jedoch stellenweise viel langatmig und uninteressant erzählt. Man nahm sich für viele Dinge einfach einen Ticken zu viel an Zeit, ließ eigentlich coole Szenen hierdurch viel zu gemächlich erscheinen und bremste sich selbst damit aus. Schade, denn der Auftakt war diesbezüglich noch sehr vielversprechend, besaß ein schönes Pacing und mit den darauf folgenden Rückblenden geriet das Vehikel gewaltig ins Stocken.

Mit knappen zwei Stunden war „Kraven“ für seinen überschaubaren Inhalt ungefähr 20 bis 30 Minuten zu lang. Eine Straffung hätte das allgemeine Tempo und damit die Kurzweil gut vertragen können und eine gnädigere Bewertung in meinen Augen zugelassen. So bleibt eine weitere mittelmäßige Comic-Adaption mit einem blassen Helden und zu simplen Handlung – die abgesehen von einer grundsoliden Inszenierung nur wenige Highlights zu bieten hatte.

Fotocopyright: Sony

Venom: The Last Dance

Inhalt

Um seinen guten Ruf wieder herzustellen, macht sich der stark alkoholisierte Eddie auf den Weg zurück nach Amerika. Dort möchte er seine Unschuld bezüglich seiner Mordanklagen verkünden, wird dabei aber von sonderbaren Wesen verfolgt und zum Kampf gestellt…

Fazit

Weder mit Teil 1, noch mit dessen Fortsetzung bin ich seinerzeit so recht warm geworden und dennoch war ich dank Tom Hardy auch dieses mal wieder mit dabei. „Venom 3“ erfand das Rad mit seiner Handlung und seinen Gags abermals nicht neu, entpuppte sich unterm Strich allerdings als kurzweiliger Zeitvertreib mit guten Effekten.

Die Geschichte war so kurz, wie simpel, lieferte uns weder bahnbrechend neue Ansätze, noch außerordentlich gute Gags. Alles rangierte jedoch auf einem soliden Niveau und bot vor allem dem symphytischen Hauptdarsteller (mitsamt seines dunklen Begleiters) eine ausgezeichnete Bühne. Mangelndes Storytelling wurde immer wieder mit launigen Konversationen aufgelockert, Venom an sich nunmehr als netter Begleiter, denn als echte Last präsentiert.

Über weite Teile plätscherte der Streifen vor sich hin – ohne dabei langweilig oder uninteressant zu wirken. Man blieb immer am Ball, wurde dafür mit irrwitzigen Auseinandersetzungen oder sehenswerten Tanzeinlagen belohnt. Hier spielte der Titel seine Stärken aus und konnte weniger spektakuläre Momente brauchbar kaschieren. Das mit dem Plätschern sollte dabei nicht zu negativ klingen, ist aber so die beste Umschreibung für das dürftige Voranschreiten der überschaubaren Handlung.

Für mich waren bisher alle Venom-Vertreter eher so lala und auch der aktuelle Output sorgte nicht unbedingt für übermäßige Begeisterungsstürme. Der Film war durchwegs anschaubar, konnte mit einigen kurzweiligen Momenten bei Laune halten und lieferte ein versöhnliches Finale ab – aber der gewisse Kick hat abermals gefehlt. Hardy war gewohnt klasse, der Rest ziemliches Mittelmaß.

Fotocopyright: Sony

Deadpool & Wolverine

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Unser Universum steht vor dem Untergang und Antiheld „Deadpool“ steht vor einer wichtigen Entscheidung. Er könnte zwar als Teil der „Avengers“ in einer anderen Dimension zu einem echten Star avancieren, entscheidet sich aber dennoch für die Rettung seiner Freunde und begibt sich mit einem neuen Freund auf einen wilden Trip durch schräge Welten…

Fazit

Ein eindeutiges Fazit zu diesem Film fällt wirklich nicht leicht. Waren schon Teil 1 und 2 im Vergleich zu anderen Superheldenfilmen etwas aus dem Rahmen gefallen, setzten die Macher dem unkonventionellen Treiben hier noch einmal die Krone auf. „Deadpool & Wolverine“ übertreibt es an allen Ecken und Enden – liefert uns mit seiner banalen Art aber trotzdem einen der besten Genrebeiträge der letzten Zeit ab.

Die Story war völlig an den Haaren herbeigezogen und nahm sich größtenteils selbst auch nicht so richtig ernst. Sie stellte eigentlich nur einen groben Rahmen, um möglichst viel an verrückten Ideen – und vor allem eine beachtliche Riege an Gastauftritten zu präsentieren. Bekannte Comicgestalten bzw. ebenso bekannte Darsteller gaben sich teilweise im Minutentakt die virtuelle Klinke in die Hand, sorgten immer wieder für laute Lacher abseits der bekannt derben Sprüche unserer Hauptfigur.

Obwohl sich das Geschehen manchmal wie Fan-Service in Reinform anfühlte, hatte man dennoch das Gefühl einen richtigen Spielfilm mit Hand und Fuß vor sich gehabt zu haben. Im Gegensatz zu teilweise arg bemühten Mitbewerbern wirkte hier nichts aufgesetzt – vielleicht auch deshalb, weil hier aus vollen Kübeln gegossen und der Zuschauer mit unterschiedlichen Eindrücken und der hohen Anzahl an verrückten Charakteren einfach total überfrachtet wurde. Da blieb kaum Zeit zum Nachdenken – denn die Aufmerksamkeit lag dann wieder voll auf den nächsten, perfekt choreografierten Gefechten, bei denen immens viel Blut vergossen wurde.

Schon bei diversen Pressekonferenzen war die positive Chemie zwischen Renolds und Jackman vernehmbar und im Film ist dies zum Glück auch zu jeder Zeit ein wichtiger Anker. Die Figuren spielten sich gekonnt die Bälle zu und ergänzten sich mit ihrem unterschiedlichen Wesen absolut vortrefflich. Man spürt, dass die Akteure wohl jede Menge Spaß bei der Arbeit gehabt haben und die gute Laune schwappt unentwegt zu uns Zuschauern herüber. Die Integration alter Helden wirkte trotz alberner Momente dennoch nie lächerlich – vielmehr wie eine angemessene Verbeugung vor ihnen. Vielleicht erfahren ihre Rollen durch dieses Werk sogar mal wieder eine filmische Wiedergeburt.

Technisch gab es nichts zu mäkeln. Zwar schauten gerade die Akteure mit ihren bunten Kostümen manchmal seltsam nach CGI aus, aber vermutlich war dieser Look so gewollt. Witziger weiße hat mich das hier auch gar nicht mal gestört und ich fand den leichten Touch von Fremdkörpern sogar recht stimmig. Ansonsten gab es wieder einen brachialen Soundtrack, der alle Stilrichtungen abgedeckt hat und immer zur passenden Stelle den richtigen Track aus den Lautsprechern gezaubert hat. Bei „Guardians of the Galaxy“ verhielt es sich diesbezüglich ähnlich, aber „Deadpool“ reizt hier nochmals alle Register heftiger aus.

Wie bereits erwähnt war die Schlagzahl an wirklich ALLEN Elementen extrem hoch, so dass kaum Zeit zum Durchschnaufen blieb und man stets ausgezeichnet bei Laune gehalten wurde. Man war vielleicht nicht unbedingt mit allen Designentscheidungen glücklich und so mancher Spruch wollte nicht zünden – die Ausbeute gegenüber anderen Titel war dennoch enorm hoch und somit nicht wirklich zu beanstanden. Für Neueinsteiger und Gelegenheits-Marvel-Gucker mag „Deadpool & Wolverine“ aufgrund seiner vielen Insider-Bezüge nicht unbedingt geeignet sein – wer den Humor der bisherigen Filme der Reihe allerdings zu schätzen wusste und offen für großartiges Leinwand-Chaos mit viel Fan-Service ist, wird hier aber definitiv bestens bedient!

Fotocopyright: Disney

Madame Web

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Cassandra Webb ist Rettungssanitäterin und seit einem Unfall mit einer sonderbaren Gabe bestückt. Scheinbar kann sie in die Zukunft blicken und großes Unheil erkennen. Zufälligerweise laufen ihr drei junge Damen über den Weg, die sie vor einem Bösewicht retten und von ihren Visionen überzeugen kann. Gemeinsam wollen sie nun das tragische Schicksal abwenden…

Fazit

Es gibt gute und weniger geglückte Comicverfilmungen und „Madame Web“ zählt für mich definitiv zu den Letzteren. Die Geschichte musste das Rad nicht neu erfinden, hätte mangelnde Innovation aber gerne mehr Kurzweil oder zumindest ein paar erinnerungswürdigen Momenten kompensieren müssen.

Über weite Teile plätscherte der Streifen vor sich hin und verlieh dem Genre keinerlei neuen Impulse oder zumindest ein paar interessante Highlights. Alles lief nach bewährten Muster ab, wich nicht von allseits bekannten Pfaden und überraschte uns natürlich auch nicht mit einem unerwarteten Ausgang.

Die eigentlich recht symphytische Dakota Johnson wirkte fortwährend deplatziert und passte mit ihrer gesamten Mimik und Gestik irgendwie nicht ins Gesamtbild hinein. Sie war weder als Rettungssanitäterin, noch als Superheldin überzeugend, verkaufte uns ihre Visionen und Charakterwendungen nicht überzeugend. Gleiches traf dann leider auch auf ihre Mitstreiterinnen zu – die weder als nervige Teenies, noch als plötzlich überzeugte Helferinnen mit lachhaften Kostümen für Begeisterung sorgten konnten.

Immerhin technisch konnte das Werk ein paar Pluspunkte einheimsen. Der Look war hochwertig und reihte sich problemlos in die Riege der großen Marvel-/DC-Kinoproduktionen ein. Die Effekte waren hübsch anzuschauen und die akustische Seite sorgte gerade in actionreichen Passagen für eine angenehme Immersion. Ansonsten erweis sich beim Thema Optik das bereits erwähnte Kostümdesign als eher suboptimal und zerrte ein wenig am passablen Gesamteindruck.

„Madame Web“ ist zwar kein richtiger Totalausfall, aber auch kein sonderlich guter Film. Es besaß zwar stellenweise einen ordentlichen (und von Fremdschämen geprägten) Unterhaltungswert, stach aber nirgendwo sonderlich hervor. Im Grunde hätte man sich dieses neue Superheldenkapitel schenken und dafür interessantere Reihen fortsetzen können. Ich bliebe lieber beim originalen Spider-Men und verzichte auf die hier gebotene Frauen-Power.

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

The Marvels

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Der Heimatplanet der Kree liegt im Sterben und deren Armee hat dafür Rache an Captain Marvel geschworen. Unter ihrer Anführerin Dar-Benn bricht ein intergalaktischer Krieg vom Zaun, bei dem unsere Heldin aber glücklicherweise tatkräftige Unterstützung aus parallelen Universen erhält…

Fazit

Mit ihrem Spielfilm-Einstand (Link) konnte mich Captain Marvel noch nicht so recht von sich überzeugen und von daher lagen die Erwartungen bei „The Marvels“ relativ weit unten. Wie sich bereits nach wenigen Minuten herausstellte war dies auch genau richtig – denn große Filmkunst schaut doch irgendwie anders aus.

Bei diesem Streifen lag so Einiges im Argen, angefangen bei einer hanebüchenen und zudem überkomplex erzählten Handlung, bis hin zu nervigen Gesangspassagen oder qualitativ stark schwankende Effekte.

Mal sah das Geschehen wie ein hochwertiger Kinofilm mit ansprechender Optik aus, mal glaubte man eine vergleichsweise günstig produzierte Fernsehserie mit bestenfalls durchschnittlichen Aufnahmen vor sich zu haben. Mal waren die Schlachten episch und soundgewaltig in Szene gesetzt, mal fühlten sich die Zweikämpfe wie ein Herumgehampel im Stil der alten „Power Rangers“ auf schlichtem TV-Niveau an.

Die Geschichte an sich zwar okay, doch deren Erzählweise völlig holprig und unnötig verschachtelt. Im Kern war das Ganze simpel, doch Sprünge zwischen Universen, Figuren und Schauplätzen machten das Folgen nicht immer einfach. Bereits nach kurzer Zeit habe ich innerlich total abgeschaltet und das Werk nur noch als schwer rekonstruierbare Aneinanderreihung verschiedener Szenen gesehen und gar nicht mehr nach einem roten Faden Ausschau gehalten.

Die Darsteller waren symphytisch und das Treiben zumindest um ein paar witzige Ideen bemüht und dennoch kam irgendwie kein brauchbarer Flow dabei herum. „The Marvel“ war eine bunte, aber leider auch recht unausgegorene Mischung, bei der es nicht leicht war die Aufmerksamkeit fortwährend zu halten. Hatten andere Marvel-Filme bereits ähnliche Pacing-Probleme (z.B. zu lange Final-Schlachten), gab es hier noch mehr Baustellen. Langsam sollten die Verantwortlichen wirklichen ihren quantitativen Output zurückschrauben und stattdessen wieder wenigere, aber rundere Werke auf die Leinwand zaubern.

Fotocopyright: Disney

Marvel’s Spider-Man 2 (Playstation 5)

Inhalt

Kaum hat Peter Parker einen Job als Lehrer an der Schule seines Schützlings Miles Morales angenommen, kreuzt eine neue Gefahr für die Stadt auf. Ein Stamm verlässt seinen Territorium und hat es auf New York und dessen Helden und Superschurken als neues Jagdtziel abgesehen…

Gameplay

Am grundlegenden Gameplay hat sich gegenüber den Vorgängern nichts gravierend verändert. Man steuert den originalen Spidy oder dessen Gehilfen Miles aus der Third-Person-Perspektive, schwingt durch die Stadt oder verprügelt böse Schergen. Erneut gibt es dabei eine gut erzählte Hauptgeschichte und viele Nebenmissionen, die an den Schirm fesseln. Ab und zu übernehmen wir sogar die Rolle von MJ, bei deren Passagen eher schleichen und vorsichtiges Vorgehen gefragt ist.

Die Steuerung ist zunächst etwas komplex, doch wer die alten Titel gespielt hat, kommt auch schnell wieder rein – alle Neulinge sowieso. Das Kampfsystem erinnert an die letzten Batman-Teile, ist im Kern recht simpel und intuitiv, nutzt sich jedoch über die gesamte Spielzeit überhaupt nicht ab und bietet ein paar hübsche Kombinationen – und dank erlernbarer Fähigkeiten immer wieder neue Variationen. Das Ganze fühlt sich dann auch richtig gut an und lässt unsere Recken mit weiterem Verlauf auch tatsächlich mächtiger auftreten.

Jeder Akteur hat eine ordentliche Palette an Moves drauf und im Laufe der Spielzeit kommen auch immer mal wieder kleinere Gadgets (hilfreiche Drohnen, etc.) dazu. Das Schwingen durch die Häuserschluchten macht Laune und lässt die nunmehr vorhandene Schnellreise-Funktion fast überflüssig werden. Mit dem neuen Gleit-Anzug setzten die Macher eine coole Neuerung obendrauf – allerdings muss man sich auch hier mit der Steuerung anfreunden.

Die Missionen sind halbwegs abwechslungsreich, vor allem aber gut inszeniert. So machen auch inhaltlich schlicht konzipierte Aufgaben durchaus Spaß und man verliert nie die Motivation. Eine Stärke ist halt hierbei die bereits erwähnte dichte Erzählweise, die uns immer am Ball bleiben und keine Langeweile aufkommen ließ. Wer die Comics kennt, wird zwar wenig echte Überraschungen erleben – ich als eher halbwegs mit der Materie Vertrauter hatte mit einigen Wendungen allerdings echt nicht schlecht gestaunt.

Spielzeit

Für die Hauptkampagne habe ich zirka 20 Stunden benötigt. Nebenquests bzw. Sammelaufgaben habe ich dabei zum Teil eher unbewusst mit erledigt, den Fokus aber voll auf die Geschichte gelegt. Man muss aber erwähnen, dass ich viele kleine Überfälle und Beobachtungsposten so nebenbei eigentlich immer ausgehoben habe und so durchaus abseits der Hauptfade mit kleinen Abweichungen unterwegs war.

Präsentation

Optisch war „Miles Morales“ schon ein Brett und „Spiderman 2“ legt hier und da ein behutsames Schippchen drauf. Die Figuren sind fantastisch animiert, die lebendige Stadt detailreich gestaltet und die Weitsicht enorm. Man kann bis zum Horizont schauen und alle Gebäude glasklar erkennen. Stellenweise sind sogar Menschen innerhalb der Häuser auszumachen und man fühlt sich wirklich wie in einer echten Stadt. Ruckler gab es selten, Ladezeiten so gut wie keine.

Selbst auf Konsole kann man zwischen verschiedenen Modi wählen, welche entweder den Fokus auf Bildqualität oder Leistung legen. Ich bin bei der Voreinstellung geblieben, welche aus beiden Welten einen guten Kompromiss bot (und meine Hardware sowieso keine 120 Hz unterstützt).

Die deutsche Vertonung war vorbildlich und trug ihren Teil zur Inversion bei. Die Stimmen waren passend gefühlt, die Sprüche flott und der Soundtrack in den richtigen Momenten angenehm wahrnehmbar.

Positiv

  • tolle Präsentation
  • filmreife Zwischensequenzen in Spielgrafik
  • große Spielwelt
  • gutes Missionsdesign
  • flüssiges Gameplay
  • gut austarierte Spielzeit
  • viele konfigurierbaren Hilfen (automatische Quicktime-Events, Unterstützung beim Lösen von Rätseln, Zielhilfen, etc.)
  • Venom

Neutral

  • im Vergleich zu den Vorängern wenig Neues
  • oft unrealistische große Gegnerhorden

Negativ

  • seltene Kameraprobleme
  • manchmal scheinbar keine Reaktion auf Tasteneingaben bei den hektischen Kämpfen

Fazit

„Spiderman“ ist zurück und hat mit seinem diesjährigen Auftritt keineswegs enttäuscht. Nach den mehr als gelungenen Vorgängern war die Erwartungshaltung hoch und die Macher konnten sie in allen Bereichen erfüllen. Zwar hätte ich mir bei der Grafik im ersten Moment noch ein Quäntchen mehr Opulenz gewünscht, doch auf den zweiten Blick konnten die gebotenen Details durchaus begeistern – und spätestens bei Sonnenuntergang oder Nacht klappte stellenweise die Kinnlade fast herunter.

Das Gameplay war flott, die Steuerung ging gut von der Hand und die nette Grundgeschichte war cineastisch erzählt. Die Spielzeit stand in der Kritik, war für mich jedoch vollkommen in Ordnung und keineswegs zu kurz. Die rund 20 Stunden waren stets kurzweilig und frei von Längen erzählt – was man auch erstmal schaffen muss.

Erneut stellt „Spiderman“ einen Lichtblick in Sachen Videospielumsetzung von Comicvorlagen dar und erneut hat Sony damit ein heißes Eisen im (derzeit noch Playstation 5-exklusiven) Feuer. Für mich gehört der Titel zweifelsohne zu den besten Spielen des Jahres und eine Empfehlung geht selbstredend raus. Dem allgemeinen Tenor darf man sich hier anschließen und dieses Spiel gerne in die Sammlung aufnehmen.

Grafik: 9/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 7,5/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment

Spider-Man: Across the Spider-Verse

Inhalt

Zusammen mit seiner Freundin Gwen reist Miles Morales durch die einzelnen Multiversen und lernt seine entsprechenden Gegenstücke in anderen Ebenen kennen. Durch einen folgeschweren Fehler jedoch bringt er das Gleichgewicht der Welten ins Schwanken und landet selbst auf der Abschlussliste seiner Mitstreiter…

Fazit

Für mich war „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ in vielerlei Hinsicht eine komplizierte und dennoch sehr fesselnde Angelegenheit. Zum Einen sind die unterschiedlichen Zeichenstile, laute Musik und schnelle Schnitte sehr gewöhnungsbedürftig zum Anderen wurde hier quasi nur ein halber Film abgeliefert. Mitten im Geschehen (und das nach merklich über zwei Stunden!) lief plötzlich der Abspann über den Schirm und der Ausgang blieb komplett offen. Dies wusste ich vorher nicht.

Wie dem aber auch sei, die Macher präsentieren uns hier dennoch eine kunterbunte und vor allem sehr vergnügliche Angelegenheit, die sich nicht vor ihren ebenso gelungenen realen Ablegern verstecken muss. Die einzelnen Kurzgeschichten waren allesamt unterhaltsam und wurden sprichwörtlich gekonnt miteinander verwebt. Das Tempo war zuweilen sehr hoch und dennoch konnte man gut den Überblick bewahren, wusste stets die Lage trotz gewisser Hektik einzuordnen.

Die Story war in Ordnung, aber nichts weltbewegendes. Die Idee mit den Multiversen war nicht neu, wurde jedoch ganz passabel und konsequent umgesetzt. Endlich konnte man wieder in die umfangreiche Marvel-Trickkiste greifen und so manch bisher unbekannten (oder gar neuen?) Charakter präsentieren – der sich entsprechend der Handlung mit seinen Fähigkeiten einbringen konnte. Die Gestaltung der Figuren war gelungen und die Harmonie untereinander gegeben.

Optisch und Akustisch war vor allem die 4k Variante äußerst beeindruckend. Sicherlich waren die grade die wechselnden Animationsstile für den eigenen Kopf eine Sache für sich, aber technisch waren sie einwandfrei umgesetzt. Der Streifen wirkte durchwegs hochwertig und große Kunst ist wohl ein hierfür angebrachter Begriff. Der Sound dröhnte schon in den ersten Sekunden aus allen Lautsprechern und schuf eine krasse Inversion. Stimmen aus verschiedenen Ecken sorgten immer mal wieder für ein echtes Mittendrin-Gefühl, machten wirklich Laune.

Fans von schrillen Animationsfilmen werden sich bei „Across the Spider-Verse“ fortwährend die Hände reiben. Nach kurzer Orientierung hat der Look absolut überzeugt und man konnte sich gut im Geschehen fallen. Aufgrund eines offenen Finales und trotz Überlänge nur halber Handlung, bleibt eine noch höhere Wertung für das bunte Spektakel verwehrt.

7,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Guardians of the Galaxy Vol. 3

Inhalt

Nach einem Attentat auf Rocket, ist das komplette Team der „Guardians“ in Sorge. Sie machen sich auf, um ein Heilmittel ausfindig zu machen und treffen dabei auf die Typen, die ihren Waschbär-Kumpel zu dem gemacht haben, der er heute ist…

Fazit

Weniger ist manchmal mehr – und im Falle von „Guardians 3“ trifft diese Phrase leider vollends zu. Versteht mich dabei nicht falsch: ich hatte durchaus meinen Spaß an dem Streifen und konnte stellenweise herzhaft lachen – dennoch wäre eine halbe Stunde weniger Laufzeit sicherlich kein Beinbruch gewesen.

Der Film fängt da an, wo seine Vorgänger (oder besser gesagt die handlungstechnischen Anleihen bei den Avengers-Filmen) aufgehört haben und trotz mangelnder erneuter Sichtung gelingt der Einstieg ohne Hürden. Schnell ist man im Geschehen drin und ebenso schnell schätzt man wieder den eigenwilligen Humor – so flach er auch manchmal ist.

Die Geschichte war mehr eine „Rocket Origin-Story“, statt großartiger Erweiterung des Marvel-Universums, aber für mich ging das absolut in Ordnung. Seine Figur ist cool und seine Hintergründe durchaus einen Kinofilm wert – zumal er mit teils grandiosen und süßen Figuren ausgeschmückt wurde.

Wie Eingangs erwähnt, hätte dem Treiben eine Straffung allerdings sehr gut getan. Besonders gegen Ende hin, fühlt sich alles unnötig in die Länge gezogen an und gerne hätte man mittendrin etwas mehr Kurzweil an den Tag legen können. Die derben Sprüche und lustigen Momente kaschieren zwar viel, aber eben auch nicht sämtliche Durchhänger.

Die Effekte waren erwartungsgemäß grandios und der Sound schepperte an den richtigen Stellen ordentlich. Die Macher kombinierten abermals eher oldschoolige Charthits mit aufwühlenden Actionpassagen und erweckten das vertraute Feeling der Reihe. Zum Glück waren auch alle bekannten Charaktere wieder mit an Board und deren Chemie hat gepasst. Groot wurde gefühlt etwas zurückgefahren, bekam aber seine Glanzauftritte.

Wer die „Guardians“ mag, kommt auch mit Teil 3 wieder auf seine Kosten. Man wurde größtenteils echt prima bei Laune gehalten und die vielen vertrauten Elemente sorgten schnell für entspanntes Ankommen. Die Überlänge wäre in meinen Augen zwar nicht notwendig gewesen, dennoch gebe ich eine Empfehlung ab. Der erste Serieneintrag bleibt ungeschlagen, doch so für sich ist Volume 3 ein mehr als solider Eintrag unter all den mittlerweile unüberschaubaren Comic-Adaptionen.

7/10

Fotocopyright: Disney

LEGO(R) Sanctum Sanctorum

Zu Weihnachten habe ich mir das Sanctum Sanctorum gegönnt und hatte rund drei Nachmittage richtig Spaß mit dem Bau. Das Set schaut nicht nur äußerlich sehr schön aus, sondern steckt auch voller witziger Details und kommt mit vielen Figuren daher. Schade hingegen, dass etliche Steine ziemlich verkratzt waren und überall Angusspunkte auszumachen sind.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

LEGO ist eine eingetragene Marke.

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