Inhalt
Eigentlich sollte es für Aushilfs-Sheriff Ulysses im kalten Hinterland eine eher ruhige Zeit zum Nachdenken werden, doch sein neuer Einsatzort “Normal” ist alles andere als eine normale Stadt. Die Einwohner scheinen allesamt etwas zu verbergen und mit dem Überfall auf die örtliche Bank kommt ein weitumspannendes Geheimnis ans Licht…
Fazit
In meinen Augen konnte “Normal” fast als “Nobody 3” durchgehen, denn dank Bob Odenkirk und erneut sehr brachialer, zuweilen äußerst lustiger Action kommen schnell vergleichbares Vibes auf. Schlimm war dies natürlich nicht – waren die vermeintlich geistigen Vorgänger doch erstklassige Unterhaltungstalente, denen “Normal” zum Glück in Nichts nachsteht.
Die Story war zwar nicht sonderlich glaubwürdig, dafür in ihrer kleinen Bühne überraschend originell aufgestellt und ein solider Rahmen für den Rest – der hauptsächlich aus brachialen Schusswechseln und Kämpfen bestand, die kein Auge trocken ließen.
Die Action war genial choreografiert und technisch zumeist auch sehr gut umgesetzt. Sicherlich waren hier und da ein paar offenkundige CGI-Elemente zu erblicken, doch tat dies der Kurzweil keinen Abbruch. Die Macher gaben sich viel Mühe, möglichst schräge Figuren in möglichst ausgefallenen Gefechten aus unseren Sheriff loszulassen und dabei höchst amüsant das Blut spritzen zu lassen.
Der Härtegrad war vergleichsweise hoch, wurde aber durch den stets zugegebenen Humor spürbar gemindert. Der Streifen nahm sich selbst zu keiner Sekunde wirklich ernst, bewahrte trotzdem einen angenehm trockenen Grundton, versuchte fortwährend als einigermaßen normaler Spielfilm rüber zu kommen.
Wer “Nobody” mochte, wird auch “Normal” lieben. Mir persönlich fehlte zwar etwas die Raffinesse des vermeintlichen Originals, dennoch konnte ich auch hier herzhaft lachen und das Gesicht in derben Situationen ordentlich verziehen. Unterm Strich also kein echtes Highlight, aber ein launiger Action-Snack für Zwischendurch.
7,5/10
Fotocopyright: LEONINE
