Inhalt
Sechs Monate nach den Ereignissen des ersten Teils haben Rachel und ihr Sohn Aidan Seattle den Rücken gekehrt und in einer kleinen Küstenstadt ein neues Leben begonnen. Doch die Ruhe währt nicht lange. Als erneut ein Jugendlicher unter mysteriösen Umständen stirbt, scheint klar zu sein, dass Samara Rachel und ihren Sohn noch immer nicht in Ruhe lässt. Schon bald gerät Aidan selbst ins Visier des rachsüchtigen Geistes und Rachel muss alles daran setzen, ihren Sohn vor Samara zu beschützen…
Fazit
Nach dem gelungenen ersten Teil war eine Fortsetzung natürlich nur eine Frage der Zeit. Mit „Ring 2“ fällt das Ergebnis allerdings etwas durchwachsener aus, auch wenn der Film für mich noch immer ordentlich funktioniert.
Positiv fällt zunächst die erneut schön düstere und unheilvolle Atmosphäre auf. Regisseur Hideo Nakata, der bereits für die japanischen „Ringu“-Filme verantwortlich war, setzt dabei weniger auf blutige Effekte, sondern versucht den Schrecken langsam aufzubauen. Gerade die Szenen rund um Aidan und seine zunehmende Verbindung zu Samara sorgen für einige wirklich beklemmende Momente.
Allerdings erreicht der Film zu keinem Zeitpunkt die Qualität und Faszination des Vorgängers. Die Geschichte wirkt deutlich geradliniger und einige Entwicklungen sind doch recht vorhersehbar. Auch das geheimnisvolle Videoband, das im ersten Teil noch einen großen Teil des Reizes ausmachte, rückt diesmal deutlich in den Hintergrund. Stattdessen konzentriert sich die Handlung stärker auf die Beziehung zwischen Rachel, Aidan und Samara.
Naomi Watts liefert erneut eine überzeugende Vorstellung ab und auch David Dorfman kann als Aidan wieder punkten. Einige schöne Schockmomente und die gewohnt stimmige Optik sorgen dafür, dass trotz kleinerer Schwächen keine Langeweile aufkommt. Besonders die Szenen mit Wasser und Samara bleiben dabei angenehm unheimlich.
Unterm Strich ist „Ring 2“ zwar kein würdiger Nachfolger auf Augenhöhe, aber auch längst kein Totalausfall. Dafür stimmt die Atmosphäre, die Darsteller überzeugen und einige Szenen haben durchaus noch ordentlich Gänsehautpotenzial. Wer den ersten Teil mochte, kann also durchaus einen Blick riskieren, sollte seine Erwartungen aber etwas zurückschrauben.
6,5/10
Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)
