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Tiger & Dragon

Inhalt

Li Mu Bai (Chow Yun-Fat) möchte sich endlich zur Ruhe setzen und verschenkt deshalb sein wertvolles „Grünes Schwert der Unterwelt“ an einen Freund. Eigentlich wollte er zuvor noch die Kriegerin Jadefuchs aufspüren, die vor Jahren seinen Meister ermordet hatte. Doch die Suche blieb bislang erfolglos und sein Ruhestand scheint besiegelt.

Kaum ist das legendäre Schwert übergeben, wird es auch schon gestohlen. Die Spur führt zur Tochter des Gouverneurs, bei der sich herausstellt, dass sie offenbar eine Schülerin der gesuchten Jadefuchs ist. Für Li Mu Bai beginnt damit ein neues Abenteuer, denn er muss sein Schwert zurückerlangen und noch einmal für ein letztes Gefecht zur Waffe greifen…

Fazit

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie viel Staub dieser Streifen bei seinem damaligen Release aufgewirbelt hat, und beachtlicherweise hat der Titel noch immer nichts von seiner Faszination eingebüßt. Ang Lee schuf ein zeitloses Meisterwerk, welches ich immer wieder gerne empfehlen möchte.

Bereits nach wenigen Minuten ziehen die träumerischen Bilder einen in ihren Bann und spätestens bei den ersten akrobatischen Einlagen ist das Herz endgültig erobert. Sicherlich wirken gerade die tänzelnden Gefechte auf westliche Sehgewohnheiten zunächst etwas ungewohnt, doch entfalten sie mit ihrer Eleganz und den außergewöhnlichen Choreografien schnell ihren ganz eigenen Reiz. Hier wird nicht einfach nur gekämpft, sondern regelrecht getanzt.

Dazu gesellen sich eine interessante Geschichte und hervorragend besetzte Rollen, die das Gesamtbild wunderbar abrunden. Die Chemie zwischen Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh und der reizenden Zhang Ziyi stimmt einfach, sodass das Zuschauen zu einer echten Freude wird. Trotz leichter Überlänge kommt zu keiner Zeit Langeweile auf und selbst ruhigere Passagen werden durch die wunderschöne Aufmachung zu echten Hinguckern.

Angefangen bei der gelungenen Handlung über die überzeugenden Darsteller bis hin zur sagenhaft schönen Inszenierung ist “Tiger & Dragon” eine runde Sache. Ang Lee versteht es, fernöstliche Kampfkunst, Romantik und Drama auf wunderbare Weise miteinander zu verbinden. Die akrobatischen Einlagen sind teilweise schlichtweg atemberaubend und heben sich wohltuend von den üblichen Actioneinlagen ab. Gleichzeitig kommen auch die emotionalen Aspekte nicht zu kurz, denn die unterschiedlichen Figuren und ihre persönlichen Konflikte wissen durchaus zu fesseln. Selbst Skeptiker asiatischer Werke sollten hier ruhig einmal über den Tellerrand blicken. Ich kann den Streifen jedenfalls uneingeschränkt empfehlen und würde ihn sogar als optimalen Einstieg in die Welt asiatischer Filmkunst betiteln!

9/10

Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von PLAION PICTURES zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Filmen findet Ihr auf der Webseite des Labels: https://plaionpictures.com

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