Filmbesprechungen

One False Move

Inhalt

Nach einem Massaker sind drei Gangster auf der Flucht. Die Ermittler vermuten, dass sie vorerst in der Kleinstadt Star City abtauchen wollen und kontaktieren den dortigen Sheriff. Dieser gefährdet mit seinem Elan jedoch fast die geplante Festnahme…

Fazit

Für heutige Sehgewohnten fällt “One False Move” meiner Meinung nach ein bisschen aus der Reihe, aber genau dies hebt ihn auch angenehm aus der breiten Maße hervor. Figuren und Umgangston waren rau, die Handlung zwar simpel, aber knochentrocken und dennoch spannend präsentiert.

Der Streifen lebte in erster Linie von seinen hervorragenden Darstellern, die alle Aufmerksamkeit auf sich zogen. Gut und Böse verschwammen hier recht häufig und die Gefühle des Betrachters fuhren – gerade bei dem Charakter von Bill Paxton – gerne mal Achterbahn.

Er und sein Gegenspieler Billy Bob Thornton lieferten überragende Performance und machten die Sache so rund, dass man gerne über die dünne Handlung hinwegschauen konnte. Die Geschichte war vergleichsweise einfach gestrickt, lebte aber von den tollen Figuren und gewitzten Dialogen.

Die Atmosphäre war zum Schneiden dicht und hielt den Betrachter stets bei der Stange. Die hochwertige Inszenierung vermittelte dabei einen angenehme Charme der 90iger und der “grobe” Look passte hierzu wie die Faust aufs Auge.

“One false Move” mag unterm Strich nicht das Maß aller Dinge sein, doch seine bewusst kantige Art mit grandiosen Charakteren und effektiver Handlung wussten zu überzeugen. Genrefreunde kommen hier definitiv auf Ihre Kosten und sollen mal einen genaueren Blick riskieren – allein die Leistungen von Paxton und Thornton sind es wert.

7,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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