On the Hunt
Inhalt
Die ausgebrannte Ex-Polizistin Tammy Fenton darf nach langer Zeit endlich wieder ihre erwachsene Tochter in die Arme schließen. Doch das wiedergefundene Glück währt nur kurz, denn die junge Frau wird wenig später von skrupellosen Menschenhändlern entführt. Vom Glauben an die Justiz längst enttäuscht, beschließt Tammy, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit der Unterstützung alter Weggefährten und schwer bewaffnet begibt sie sich auf einen kompromisslosen Rachefeldzug…
Fazit
Til Schweiger und Hollywood – das wollte für mich auch nach all den Jahren nicht wirklich zusammenpassen. Dabei lag es nicht allein an seiner Darstellung, sondern ebenso an der insgesamt eher durchwachsenen Inszenierung, die zu keinem Zeitpunkt echtes Blockbuster-Feeling aufkommen ließ.
Zwar bot der Film hochwertige und sauber eingefangene Bilder, doch der sterile Hochglanz-Look erinnerte stellenweise eher an eine durchschnittliche TV-Produktion als an großes Kino. Dieser Eindruck wurde in der deutschen Fassung zusätzlich durch eine eher schwache Synchronisation verstärkt, wodurch sich bereits zu Beginn eine gewisse Ernüchterung einstellte.
Die Handlung bewegt sich auf bekannten Pfaden, bemüht sich dabei aber zumindest um einen halbwegs logischen Ablauf und nachvollziehbare Entscheidungen der Figuren. Dennoch wird an einigen Stellen deutlich zu dick aufgetragen und vieles wirkt zu stark vereinfacht. Positiv hervorzuheben sind immerhin die ansehnlichen Schauplätze sowie die optisch überzeugende Besetzung – auch wenn schauspielerisch nicht jeder wirklich glänzen konnte.
Über weite Strecken plätschert die Geschichte allerdings eher gemächlich vor sich hin und echte Actionmomente bleiben Mangelware. Einen gewissen Unterhaltungswert konnte ich dem Film dennoch nicht absprechen, denn trotz seiner Schwächen hielt er mich durchaus bei Laune und bot bis zum Ende solide Unterhaltung.
Schon das Cover ließ vermuten, in welche Richtung sich das Ganze bewegen würde – und genau diesen Eindruck bestätigte auch das fertige Ergebnis. „On the Hunt“ ist weder ein Totalausfall noch ein besonders negativer Eintrag in Schweigers Filmografie, aber von echtem Blockbusterkino bleibt der Film weit entfernt. Vieles wirkt wie ein günstig produzierter Fernsehfilm: solide genug, um einmal angeschaut zu werden, aber ohne echte Höhepunkte oder bleibenden Eindruck.
5/10
Fotocopyright: Plaion Pictures


