Filmbesprechungen

Dead Birds – Im Haus des Grauens

Inhalt

Während des Amerikanischen Bürgerkriegs überfällt eine Bande von Gesetzlosen eine Bank und sucht anschließend Unterschlupf in einem verlassenen Anwesen. Es dauert nicht lange, bis die ersten Männer spurlos verschwinden und der Rest der Gruppe von unheilvollen Visionen und rätselhaften Geräuschen heimgesucht wird …

Fazit

Manchmal lohnt sich ein kurzer Blick auf die Inhaltsangabe. Andernfalls hätte ich bereits im Vorfeld gewusst, dass dieser Film als Horror-Western angelegt ist und gar nicht in der Gegenwart spielt. Wirklich schlimm war das jedoch nicht, denn am durchwachsenen Gesamtergebnis hätte dies wohl wenig geändert.

Die Optik wirkte recht günstig und erinnerte an frühere Videothekenpremieren oder inzwischen etwas in die Jahre gekommene TV-Produktionen. Das randlose 16:9-Bild erscheint zwar angenehm groß, verstärkt durch seinen nicht mehr ganz zeitgemäßen Look aber gleichzeitig diesen Eindruck enorm. Die Synchronisation war ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei, doch vielmehr möchte ich hier auf den eigentlichen Inhalt eingehen.

Die Handlung erweist sich als wenig originell, wird im Rahmen der begrenzten Mittel jedoch durchaus ordentlich umgesetzt. Neben einigen gelungenen CGI-Effekten setzt der Film vor allem auf unterschwelligen Grusel, effektiv eingesetzte Geräusche und kleinere Jumpscares. Nach einem eher unspektakulären Auftakt entwickelt sich die Geschichte in einem angenehmen Tempo und sorgt für solide Unterhaltung.

Das Tempo war angenehm, nie zu hektisch und (nach dem leicht schleppenden Beginn) auch nicht zu langatmig. Ein paar gute Dialoge und die gut agierenden Darsteller sorgten für stetige Aufmerksamkeit, Kostüme und Ausstattung gingen in Ordnung. Das Rad wurde nirgendwo neu erfunden, für seine eher einfachen Verhältnisse dennoch solide abgelifert.

Für einen kurzweiligen Horrorabend zwischendurch ist „Dead Birds – Im Haus des Grauens“ durchaus empfehlenswert. Zwar bedient sich der Film vieler bekannter Genre-Elemente, doch das ungewöhnliche Szenario zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs verleiht dem Ganzen eine erfrischende Note. Selbst erfahrene Horror-Fans können daher bei Gelegenheit einen Blick riskieren – vorausgesetzt die billige Optik stört nicht allzu sehr.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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