Terminator 2: Tag der Abrechnung
Inhalt
Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit Sarah Connor dem ersten Terminator entkommen konnte. Ihr Sohn John Connor, der zukünftige Anführer des menschlichen Widerstands, wächst inzwischen bei Pflegeeltern auf. Doch die Bedrohung aus der Zukunft ist noch lange nicht vorbei. Erneut wird eine Maschine in die Vergangenheit geschickt, um Johns Schicksal zu besiegeln. Diesmal handelt es sich jedoch um ein deutlich fortschrittlicheres Modell, den nahezu unaufhaltsamen T-1000. Um ihn zu schützen, entsendet der Widerstand einen umprogrammierten Terminator, der einst selbst Jagd auf Sarah Connor machte…
Fazit
Mit Terminator 2: Tag der Abrechnung gelang James Cameron etwas, das nur wenigen Fortsetzungen vergönnt ist: Der Nachfolger erreicht nicht nur das Niveau des Originals, sondern übertrifft es in nahezu allen Bereichen. Größer, spektakulärer und emotionaler präsentiert sich die Fortsetzung als Meilenstein des Actionkinos, der auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung kaum etwas von seiner Faszination eingebüßt hat.
Während der erste Film noch stark von seiner düsteren Atmosphäre und dem Horror-Einschlag lebte, setzt Terminator 2 deutlich stärker auf Action und Abenteuer. Das geht jedoch keineswegs zulasten der Geschichte. Im Gegenteil: Die Figuren erhalten mehr Tiefe, die Beziehungen untereinander wirken glaubwürdig und insbesondere die Entwicklung zwischen John Connor und dem Terminator verleiht dem Film eine emotionale Komponente, die man in dieser Form kaum erwartet hätte.
Arnold Schwarzenegger befindet sich hier auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Seine ikonische Darstellung des T-800 ist längst in die Filmgeschichte eingegangen und verbindet trockenen Humor, beeindruckende Präsenz und überraschend viel Herz. Linda Hamilton überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie und präsentiert eine deutlich härtere, entschlossenere Sarah Connor als noch im Vorgänger. Edward Furlong fügt sich als junger John Connor hervorragend ins Geschehen ein, während Robert Patrick als T-1000 einen der denkwürdigsten Filmschurken der 90er Jahre verkörpert. Seine kalte, emotionslose Darstellung macht ihn zu einer ständigen Bedrohung und sorgt dafür, dass die Spannung nie abreißt.
Technisch war Terminator 2 seiner Zeit weit voraus. Die Spezialeffekte gelten bis heute als beeindruckend und haben Maßstäbe gesetzt. Natürlich sind einige digitale Elemente mittlerweile als Produkte ihrer Epoche erkennbar, doch erstaunlicherweise funktioniert der Großteil der Effekte auch heute noch hervorragend. Vor allem die Darstellung des T-1000 sorgt selbst aus heutiger Sicht für zahlreiche gelungene Momente.
Darüber hinaus überzeugt der Film durch sein exzellentes Tempo. Trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden kommt kaum Langeweile auf. Actionsequenzen, ruhige Charaktermomente und die fortlaufende Bedrohung durch den T-1000 greifen nahtlos ineinander und sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Finale konstant hoch bleibt.
Kleinere Kritikpunkte finden sich allenfalls in einigen Logiklücken sowie dem stellenweise etwas stärker ausgeprägten Humor, der nicht immer den ernsten Grundton des Vorgängers erreicht. Diese Aspekte fallen angesichts der zahlreichen Qualitäten jedoch kaum ins Gewicht.
Mit Terminator 2: Tag der Abrechnung schuf James Cameron einen modernen Klassiker, der eindrucksvoll zeigt, wie eine Fortsetzung aussehen sollte. Der Film verbindet spektakuläre Action, starke Figuren, technische Innovationen und überraschend viel Emotionalität zu einem Gesamtpaket, das auch heute noch hervorragend funktioniert. Für viele Fans der Reihe ist er nicht ohne Grund der Höhepunkt der gesamten Saga.
9/10
Fotocopyright: StudioCanal / TriStar Pictures


