Filmbesprechungen

Terminator 3 – Rebellion der Maschinen

Inhalt

Die Jahre sind vergangen: Sarah Connor ist inzwischen eines natürlichen Todes gestorben und der befürchtete Aufstand der Maschinen blieb zunächst aus. John Connor lebt im Untergrund und versucht, sich den Behörden sowie seiner Vergangenheit zu entziehen. Doch die Ruhe endet abrupt, als mit dem T-800 ein alter Bekannter auftaucht. Schnell wird klar, dass John erneut ins Visier von Skynet geraten ist und der Kampf gegen die Maschinen noch lange nicht vorbei ist…

Fazit

Nach einem Meilenstein wie „Terminator 2“ hatte es jede Fortsetzung schwer – erst recht ohne die kreative Beteiligung von James Cameron. Für mich war „Terminator 3“ damals der erste Film der Reihe, den ich im Kino gesehen habe, und entsprechend groß war die Enttäuschung nach dem Abspann. Rückblickend hat sich dieser Eindruck kaum verändert.

„Rebellion der Maschinen“ wollte die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers fortführen, scheitert jedoch an vielen entscheidenden Punkten. Zwar kehrte Arnold Schwarzenegger noch einmal als ikonische Killermaschine zurück und verleiht dem Film zumindest etwas von der alten Terminator-Magie, doch das allein reicht nicht aus, um die zahlreichen Schwächen auszugleichen.

Bereits beim Cast zeigen sich Probleme. Abseits von Schwarzenegger bleiben die meisten Figuren erstaunlich blass. Besonders Nick Stahl hinterlässt als John Connor keinen bleibenden Eindruck und erreicht nie die Ausstrahlung, die Edward Furlong in „Terminator 2“ mitbrachte. Auch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wirkt deutlich weniger natürlich und emotional als in den Vorgängern.

Inhaltlich setzt der Film zudem stark auf bekannte Muster. Wieder steht John Connor im Zentrum der Bedrohung und erneut übernimmt ein umprogrammierter Terminator seine Rolle als Beschützer. Statt neue Wege zu gehen, wiederholt die Handlung viele vertraute Elemente und kann nur selten eigene Akzente setzen. Dazu kommen einige modernisierte Neuauflagen bekannter Kultsprüche, die eher unfreiwillig komisch wirken und nicht den Charme der Originale erreichen.

Auch die Action hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zwar kracht und scheppert es regelmäßig, doch vieles wirkt überraschend beliebig und austauschbar. Die Effekte sind technisch solide und für ihre Zeit durchaus ordentlich, besitzen jedoch nicht die Faszination und Inszenierungsstärke, die „Terminator 2“ auszeichneten. Wo einst innovative Effekte gezielt eingesetzt wurden, dominiert hier oft lautes Dauerfeuer, das mit zunehmender Laufzeit eher ermüdet als begeistert.

Optisch ist der Film insgesamt durchaus ansprechend und handwerklich keineswegs schlecht gemacht. Dennoch fehlt es ihm an der Atmosphäre, Spannung und emotionalen Wucht, die die ersten beiden Teile so besonders gemacht haben. Stattdessen bleibt ein Blockbuster zurück, der zwar unterhalten kann, aber selten wirklich mitreißt.

Am Ende ist „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ kein Totalausfall. Als kurzweilige Science-Fiction-Action funktioniert der Film durchaus und bietet einige unterhaltsame Momente. Gemessen an seinen legendären Vorgängern fällt er jedoch in nahezu allen Bereichen deutlich ab. Die Handlung bleibt vorhersehbar, die Figuren wirken blass und die Action erreicht nie die Klasse der ersten beiden Filme. Was bleibt, ist eine solide, aber letztlich unnötige Fortsetzung, die den Mythos der Reihe eher verwaltet als sinnvoll erweitert.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert