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The Strangers

Inhalt

Um die Beziehung von Kristen und James ist es nicht gut bestellt. Eigentlich sollte ein romantischer Abend in einem abgelegenen Ferienhaus die Stimmung aufbessern und neue Nähe schaffen. Statt Versöhnung herrscht jedoch eher bedrückendes Schweigen. Als es plötzlich an der Tür klopft, werden die beiden schnell auf andere Gedanken gebracht – und geraten in einen Albtraum, der ihnen alles abverlangen wird…

Fazit

Die Chemie zwischen Liv Tyler und Scott Speedman stimmt und sorgt für einen gelungenen Einstieg in das leider nicht ganz so originelle Szenario. Das allein reicht jedoch nicht aus, um “The Strangers” über das Mittelmaß hinauszuheben.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen unterschwelligen Grusel, eine bedrohliche Atmosphäre und angedeutete Ereignisse. Doch selbst unter diesen Voraussetzungen wirkt die Inszenierung oftmals zu behäbig und kommt nur selten richtig in Fahrt. Dabei bringt der Film mit seinem abgeschiedenen Setting, den maskierten Eindringlingen und den sympathischen Hauptdarstellern eigentlich beste Voraussetzungen für einen spannenden Horrorabend mit.

Positiv hervorzuheben ist die gelungene Soundkulisse, die insbesondere über eine gute 5.1-Anlage ihre Wirkung entfaltet. Viele Geräusche sorgen für Unbehagen und tragen zur Atmosphäre bei. Allerdings kann auch der starke Ton nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf der Leinwand über weite Strecken vergleichsweise wenig passiert. Zwar tauchen die maskierten Gestalten immer wieder wirkungsvoll aus der Dunkelheit auf, anschließend verliert sich der Film jedoch häufig in eher unspektakulären Versteckspielen. Action, Schockmomente oder wirklich intensive Spannungsspitzen bleiben Mangelware.

Auch die einstige 18er-Freigabe wirkt aus heutiger Sicht etwas übertrieben. Zwar gibt es einige Messer- und Schusseinlagen, doch blutige Härte steht hier klar nicht im Vordergrund. Stattdessen setzen die Macher auf psychologischen Terror und beklemmende Stimmung – ein Ansatz, der grundsätzlich funktioniert, aber über die gesamte Laufzeit hinweg nicht konsequent genug getragen wird.

So bleibt “The Strangers” letztlich ein Horrorfilm mit guten Ansätzen, der sein Potenzial jedoch nur teilweise ausschöpft. Die einfache Handlung und das klassische Setting wären dabei noch zu verschmerzen gewesen. Die oft sehr dunklen Bilder, die zähe Erzählweise und die zahlreichen Längen verhindern jedoch, dass sich echte Spannung entfalten kann. Für einen soliden Gruselabend reicht es noch, ein echter Genre-Höhepunkt ist der Film aber weder damals noch heute.

5/10

Fotocopyright: WME Home Entertainment

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