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The Forsaken – Die Nacht ist gierig

Inhalt

Auf dem Weg quer durch die USA nimmt der junge Sean einen Anhalter mit, der sich als Vampirjäger Nick entpuppt. Schon bald gerät er mitten in dessen gefährliche Jagd auf eine Gruppe blutrünstiger Vampire, die durch die Wüstenregionen des Landes zieht. Während die Bedrohung immer größer wird, muss Sean lernen, wem er vertrauen kann, um die Nacht zu überleben…

Fazit

Vampirfilme gab es Ende der 90er und Anfang der 2000er bekanntlich wie Sand am Meer. „The Forsaken – Die Nacht ist gierig“ reiht sich irgendwo zwischen den großen Genrevertretern und den zahlreichen Direct-to-Video-Produktionen jener Zeit ein und hinterlässt dabei einen insgesamt durchaus soliden, wenn auch keineswegs herausragenden Eindruck.

Die Geschichte rund um einen jungen Mann, der auf einem Roadtrip unverhofft in einen Kampf gegen eine Gruppe von Vampiren hineingezogen wird, ist zwar nicht sonderlich originell, wird aber immerhin recht flott erzählt. Langeweile kommt nur selten auf, da der Film kaum Zeit verliert und die Handlung kontinuierlich vorantreibt. Gleichzeitig sollte man aber keine großen Überraschungen erwarten, denn vieles läuft nach bekannten Mustern ab und bietet wenig, was man als wirklich neu oder innovativ bezeichnen könnte.

Atmosphärisch macht der Film dagegen durchaus einiges richtig. Die nächtlichen Straßen, die verlassenen Motels und die trockenen Landschaften sorgen für eine stimmige Kulisse, die gut zum Geschehen passt. Auch die Vampire selbst werden angenehm bedrohlich dargestellt, ohne dabei allzu sehr in die mittlerweile üblichen Klischees abzudriften. Gerade in den ersten beiden Dritteln gelingt es dem Film immer wieder, eine gewisse Spannung aufzubauen.

Mit den Darstellern hatte ich dagegen stellenweise so meine Probleme. Zwar machen die meisten ihre Sache ordentlich, wirklich überzeugend wirkte das Ensemble auf mich jedoch nicht. Vor allem die vergleichsweise jungen Hauptdarsteller wollten für ihre Rollen nicht immer so recht passen. Besonders der Vampirjäger wirkte häufig zu jung und zu planlos für die Figur, die eigentlich als erfahrener und vom Kampf gezeichneter Einzelgänger verkauft werden soll. Die nötige Präsenz und Glaubwürdigkeit, die eine solche Rolle gebraucht hätte, wollte sich bei mir nie vollständig einstellen. Dadurch verlieren manche Szenen etwas von ihrer Wirkung, obwohl die Figur eigentlich eine der tragenden Säulen des Films ist.

Die Effekte können sich für die Entstehungszeit ebenfalls sehen lassen. Zwar merkt man dem Film sein Alter inzwischen an, doch die handgemachten Elemente funktionieren größtenteils noch immer besser als so manches digitale Effektgewitter späterer Produktionen. Die Action fällt zwar überschaubar aus, ist dafür aber ordentlich inszeniert und lockert das Geschehen immer wieder auf.

Letztlich ist „The Forsaken – Die Nacht ist gierig“ einer dieser Filme, die man durchaus schauen kann, die aber wahrscheinlich nur bei eingefleischten Vampirfans einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden. Dafür fehlt es einfach an Eigenständigkeit und an wirklich herausragenden Momenten. Dennoch bietet der Film solide Unterhaltung, eine gelungene Atmosphäre und ausreichend Tempo, um über seine Schwächen hinwegzusehen. Da das Ding auch mittlerweile vom Index runter ist, sollte eine entspannte Sichtung für Interessierte auch keine größere Hürde mehr darstellen.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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