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Phantasm II – Das Böse II

Inhalt

Jahre sind vergangen und Mike hat die Taten des “Tall Man” nicht vergessen. Direkt nach seiner Entlassung aus einer Nervenheilanstalt beginnt er mit erneuten Recherchen auf dem Friedhof. Eigentlich wollte ihn Kumpel Reggie von dieser Idee abbringen, doch mit einem Anschlag auf dessen Familie ändert sich diese Einstellung schlagartig…

Fazit

Fortsetzungen haben es oft schwer, insbesondere wenn der Vorgänger vor allem durch seine Atmosphäre und seine ungewöhnliche Grundidee überzeugen konnte. Genau das zeigt sich auch bei „Das Böse 2“, der zwar direkt an die Ereignisse des ersten Films anknüpft, dabei jedoch nicht ganz dessen Qualitäten erreicht.

Positiv fällt zunächst auf, dass die Macher den morbiden Charme des Originals weitgehend beibehalten konnten. Die Friedhofskulisse sorgt erneut für eine angenehm düstere Stimmung und auch einige der praktischen Effekte wissen trotz ihres Alters durchaus zu gefallen. Fans klassischer Horrorfilme kommen hier durchaus auf ihre Kosten und dürfen sich über einige nett inszenierte Szenen freuen.

Gleichzeitig wirkt die Geschichte diesmal jedoch deutlich dünner. Während der erste Teil seine Handlung langsam aufbaute und dadurch eine stetig wachsende Spannung erzeugte, setzt die Fortsetzung stärker auf direkte Konfrontationen und verliert dabei etwas von ihrem geheimnisvollen Reiz. Viele Entwicklungen sind vorhersehbar und einige Figuren bleiben so blass, dass kaum eine emotionale Bindung entsteht.

Auch beim Tempo zeigt sich ein gemischtes Bild. Einerseits passiert insgesamt mehr als im Vorgänger, andererseits schleichen sich immer wieder kleinere Längen ein, in denen die Handlung auf der Stelle tritt. Die zusätzlichen Horror- und Goreelemente können dies nur teilweise ausgleichen und wirken gelegentlich eher wie Selbstzweck als eine echte Bereicherung der Geschichte.

“Das Böse 2” ist ein solider Horror nach bewährtem Muster, aber auch kein übermäßiger Hit. Wer den Vorgänger mochte, erhält mehr von dessen bekannten Zutaten – aber irgendwie auch keine bahnbrechend neue Ideen. Immerhin passt abermals die Atmosphäre und der höhere Gewaltfaktor, weshalb doch eine kleine Empfehlung rausgeht.

6/10

Fotocopyright:‎ Inked Pictures/Black Hill Pictures

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