Inhalt
Noch immer ist der mysteriöse “Tall Man” nicht besiegt und setzt seine Jagd auf Reggie und Mike unbeirrt fort. Als ihm schließlich die Entführung von Mike gelingt, bleibt Reggie keine andere Wahl, als neue Mitstreiter um sich zu scharen. Gemeinsam macht sich die Gruppe auf den Weg zu einem gigantischen Mausoleum, um ihren Freund zu retten und dem unheimlichen Gegner endlich die Stirn zu bieten…
Fazit
Das Böse 3 war seinerzeit tatsächlich mein Einstieg in die Reihe und genießt vielleicht auch deshalb bis heute einen gewissen Sonderstatus. In bester Serientradition knüpft der Film direkt an die Ereignisse seines Vorgängers an, schafft es aber gleichzeitig, auch Neueinsteiger mit einer kompakten Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse abzuholen.
Erneut überzeugt vor allem die dichte Atmosphäre, die den unverwechselbaren Charme der späten 80er und frühen 90er Jahre perfekt einfängt. Man fühlt sich sofort heimisch und findet auch ohne umfassende Vorkenntnisse erstaunlich schnell in die Handlung hinein. Gerade für meinen damaligen Ersteinstieg war das ein großer Pluspunkt.
Das Pacing wirkt dabei sogar noch etwas straffer als bei den Vorgängern. Viel Zeit für langwierige Recherchen oder einen ausgedehnten Spannungsaufbau nimmt sich der Film nicht. Stattdessen geht es zügig zur Sache und die Action setzt praktisch nahtlos dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Auch zwischendurch wird immer wieder für Tempo gesorgt. Die blutigen Effekte fallen dabei durchaus deftig aus, bewegen sich aus heutiger Sicht mit ihrer FSK-16-Freigabe aber in einem absolut vertretbaren Rahmen.
Die Geschichte entwickelt das bisherige Franchise konsequent weiter. Zwar bleibt die Handlung im Kern recht simpel und hält sich mit großen Überraschungen eher zurück, dennoch werden bekannte Figuren sinnvoll eingebunden und einige unerwartete Rückkehrer geschickt in das Geschehen integriert. Das sorgt für einen angenehmen Wiedererkennungswert und belohnt langjährige Fans der Reihe.
Mein persönliches Highlight bleibt jedoch erneut der “Tall Man”. Angus Scrimm liefert auch bei seinem dritten Auftritt eine beeindruckende Vorstellung ab und verleiht der Figur trotz mancher trashiger Anleihen eine unheimliche Präsenz. Wann immer er auf der Leinwand erscheint, sorgt er für wohlige Gänsehaut, ohne dass der Film dabei seinen gelegentlichen Humor aus den Augen verliert. Diese Mischung funktioniert auch diesmal erstaunlich gut.
Für viele mag Das Böse 3 eher ein solider Mittelklasse-Horrorfilm sein. Für mich ist er jedoch eine gelungene und konsequente Fortsetzung, die von allem etwas bietet und über die gesamte Laufzeit hinweg kurzweilig unterhält. Eine kleine Empfehlung geht deshalb definitiv raus – ebenso der Rat, die mittlerweile problemlos erhältlichen Filme möglichst in der richtigen Reihenfolge zu schauen.
7/10
Fotocopyright: Laser Paradise
