Inhalt
Erneut treibt ein Killer sein Unwesen und scheint es ausgerechnet auf eine Gruppe von Freunden abgesehen zu haben. Deren Eltern sind überzeugt, dass es sich um den berüchtigten “Ghostface” handeln muss und schmieden gemeinsam einen Plan, um dem maskierten Mörder endlich das Handwerk zu legen…
Fazit
Eigentlich war schon beim Sichten des Trailers klar, dass Fans der Reihe erneut voll auf ihre Kosten kommen würden. “Scary Movie 6” bleibt dem bewährten Konzept treu und nimmt auch diesmal wieder zahlreiche Filme der vergangenen Jahre gnadenlos aufs Korn.
Streng genommen ist das Ergebnis gar nicht einmal so überragend und trotzdem fällt mein Fazit überraschend positiv aus. Ich war noch nie der größte Fan der Reihe, liebe aber die Filme, die hier durch den Kakao gezogen werden, umso mehr. Gerade Persiflagen auf Titel wie “Scream”, “Blood & Sinners” oder “The Substance” haben bei mir bestens funktioniert. Vor allem der völlig überzeichnete rassistische Grundtenor hat mich mehrfach kalt erwischt und wider Erwarten richtig gut zum Lachen gebracht.
Es sind eben vor allem die Wayans-Brüder, denen man diese derben Sprüche und respektlosen Gags einfach abnimmt. Ihre Selbstironie funktioniert nach wie vor hervorragend und verleiht dem Film einen ganz eigenen Charme. Vieles wirkt heute fast schon wie aus der Zeit gefallen und dürfte im modernen Hollywood wohl kaum noch entstehen. Genau das macht für mich aber auch einen Teil des Reizes aus. Selbst die unvermeidlichen Gags unter der Gürtellinie hielten sich für mein Empfinden in Grenzen beziehungsweise fielen nicht weiter negativ ins Gewicht, weil sie schlicht zum Gesamtpaket dazugehören.
Überrascht hat mich außerdem der Cast. Neben einigen vertrauten Gesichtern tauchen immer wieder bekannte Persönlichkeiten auf, die offensichtlich jede Menge Spaß an der Produktion hatten. Diese gute Laune überträgt sich spürbar auf den Zuschauer und sorgt dafür, dass der Film selbst in seinen schwächeren Momenten sympathisch bleibt.
Wer mit “Scary Movie” bislang nichts anfangen konnte, wird vermutlich auch diesmal nicht bekehrt werden. Fans der Reihe bekommen dagegen genau das, was sie erwarten: einen herrlich albernen “Schwachsinns-Film”, dessen größter Spaß oft darin besteht, die zahlreichen Anspielungen und Vorlagen zu erkennen. Mit einem kleinen Vorbehalt spreche ich deshalb gerne eine Empfehlung aus und einer erneuten Sichtung im Heimkino sehe ich schon jetzt mit Freude entgegen.
7/10
Fotocopyright: Paramount / LEONINE
