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Obsession – Du sollst mich lieben

Inhalt

Schon lange hegt Bear eine Schwäche für seine Arbeitskollegin Nikki, doch bisher blieben seine zaghaften Annäherungsversuche ohne Erfolg. Per Zufall entdeckt er in einem Laden einen “One Wish Willow”, der angeblich Wünsche erfüllen soll. Als er dies unscheinbare Stück Holz erwirbt, seine Liebeshoffnung ausspricht und ihn zerbricht, ändert sich seine Welt plötzlich auf bedenkliche Weise…

Fazit

In diesem Kinojahr scheint sich ein interessanter Trend abzuzeichnen – und ich würde sagen: zurecht. Während größere Blockbuster hinter ihren finanziellen Erwartungen zurückblieben, sind es nun vor allem die etwas kleineren Titel – wie eben “Obsession- , die ungeahnte Aufmerksamkeit erzeugen und Hollywood vielleicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen können.

“Obsession” brennt kein Feuerwerk an Effekten ab, sondern konzentriert sich voll und ganz auf spannendes Storytelling, welches von überzeugenden Darstellern und wenigen Kulissen voll in den Fokus gerückt wurde. Sicherlich war die Handlung nicht so ganz neu, doch Herangehensweise und Umsetzung sorgten für einen packenden Kinoabend mit nachhaltigen Eindrücken im Kopf auf dem Weg nach Hause.

Die Geschichte an sich war simpel gestrickt und zuweilen auch vorhersehbar erscheinen, doch die dichte Umsetzung machte dieses nicht gerade unwesentliche Manko wieder wett. Der Streifen lebt von einer dichten Atmosphäre, die mit genialer Kameraarbeit, gezielt eingesetzten Filtern, interessanten Kameraeinstellungen und natürlich grandiosen Figuren in Szene gesetzt wurde.

Man klebte förmlich an der Leinwand, traute sich kaum im Saal umherzublicken. Das einfache Konstrukt hat prima funktioniert, war – wie ich es gerne sage – äußerst effektiv in der Umsetzung. Gleiches betraf auch die handwerklich gut gemachten Ekelszenen, die wohl platziert und genau richtig dosiert daher kamen und nicht zum Selbstzweck agierten.

Die knappen zwei Stunden vergingen fast wie im Flug und ließen keine Längen durchblitzen. Auch wenn im Grunde wenig auf dem Schirm los war, ließ uns die ungute Stimmung einfach nie zur Ruhe kommen. Man war stets auf die nächste Überraschung gespannt und wurde nie enttäuscht.

„Obsession – Du sollst mich lieben“ ist sicherlich nicht perfekt und erfindet das Genre auch nicht neu. Dennoch faszinierte mich die angenehm unaufgeregte, durchweg spannende und packend inszenierte Geschichte, die mich bis zum Schluss fesseln konnte und einen durchweg positiven Eindruck hinterließ. Im Vorfeld wurde zwar darüber spekuliert, ob sich der Film überhaupt für einen gemeinsamen Pärchenabend eignet, doch diese Bedenken kann ich nicht teilen. Ganz im Gegenteil: Ich spreche dafür sogar eine mehr als warme Empfehlung aus.

8/10

Fotocopyright: Universal Pictures (PLAION PICTURES)

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