Inhalt
Schon als kleines Kind kam Molly mit einem Außerirdischen in Berührung und wollte unbedingt zu den “Men in Black” gehören. Nun hat sie endlich ihr Ziel – zumindest auf Probe – erreicht, doch ein seltsamer Partner und vermeintliche Korruption in den eigenen Reihen steht dem Leben ihres Traumes im Weg…
Fazit
Bereits beim dritten Teil haben sich die Macher um neue Ideen bemüht, mit “International” jedoch ein regelrechtes Reboot des Franchise abgeliefert. Diesmal musste nicht nur Jones kürzer treten, weder er noch Smith haben es in das neue Konzept geschafft – und am Ende hatte man die beiden Urgesteine sogar überhaupt nicht mehr vermisst.
Mit Tessa Thompson und Chris Hemsworth wurde angemessener Ersatz gefunden und die Chemie zwischen den Beiden hat auch durchwegs gut gepasst. Ihre äußerst gegenteilig und dennoch im Herzen liebenswerten Figuren haben sich prima ergänzt und konnten im Zusammenspiel mit Ihren reiferen Kollegen (u.A. Liam Neeson, Emma Thompson) beachtlich punkten.
Die Handlung dagegen erfand das Rad nicht neu, griff ein paar frühere Elemente auf und verlief weitestgehend vorherschaubar – der Spaß kam dabei dennoch nicht zu kurz und das war am Ende auch das Wichtigste. Die Erzählweise war stets kurzweilig und der häufige Kulissenwechsel und die spektakuläre Action kam der Sache nur zu Gute.
Sicherlich könnte man die simple “Verschwörungs-Geschichte” ein bisschen kritisieren, aber bei gefühlt nur 4 Hauptpersonen konnte der Verdächtige nunmal nicht sonderlich weit sein – und bei zu offensichtlich agierenden Figuren sollte man ohnehin vorsichtig sein. Wirklich schlimm war dies aber nicht, kam der allgemeinen Kurzweil nur zu Gute.
Die Effekte waren im direkten Vorgänger schon ausgezeichnet und haben glücklicherweise auch nicht nachgelassen. Die bunte Welt wirkte aus einem Gus, die schrägen Kreaturen fügten sich nahtlos in das Geschehen ein und auch die sonstigen Dinge waren echte Hingucker. Besonders die Gefechte mit den beiden Oberschurken brachten das Heimkino zum Beben.
Operation geglückt, Reboot gelungen. Auch ohne die einstigen Zugpferde hat der vierte “MIB”-Ableger überzeugen, seine früheren Titel in meinen Augen sogar noch überflügeln können. “International” machte von Anfang bis Ende großen Spaß, gefiel mit hohem Tempo und tollen Augenschmeichlern, war zu keiner Sekunde auch nur ansatzweise langweilig. Schade, dass es aktuell etwas ruhig um die Reihe geworden ist – mit dieser Qualität wäre mit eine weitere Fortsetzung auf jeden Fall herzlich Willkommen.
7,5/10
Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)
