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The Card Player – Tödliche Pokerspiele

Inhalt

Die Polizei von Rom gerät in ein perfides Spiel auf Leben und Tod. Ein unbekannter Täter fordert die Ermittler zu virtuellen Pokerspielen heraus – und der Einsatz könnte kaum höher sein: Mit jeder Niederlage endet das Leben einer entführten jungen Frau, die kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Um den rätselhaften Serienmörder zu stoppen, erhält die italienische Polizei Unterstützung von einem britischen Spezialermittler. Gemeinsam beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem jede falsche Entscheidung ein weiteres Menschenleben kosten kann…

Fazit

The Card Player gilt für viele als Dario Argentos letzter wirklich großer Film. Allein deshalb lohnt es sich, einen genaueren Blick auf dieses Spätwerk des italienischen Altmeisters zu werfen. Argento verbindet hier gekonnt die klassischen Zutaten seiner berühmten Giallo-Thriller mit moderneren Elementen und greift dabei das damals aktuelle Thema der digitalen Vernetzung auf. Für die Entstehungszeit war der Film damit durchaus am Puls der Zeit.

Natürlich sind einige technische und kriminalistische Details aus heutiger Sicht etwas vereinfacht dargestellt. Das schadet dem Film jedoch kaum – im Gegenteil: Der flotte Erzählrhythmus profitiert davon spürbar. Die Handlung kommt ohne größere Umwege auf den Punkt, nennenswerte Längen sucht man nahezu vergebens und die Spannung bleibt über die gesamte Laufzeit konstant hoch. Irgendetwas ist stets in Bewegung, sodass der Film kaum Gelegenheit bietet, einmal durchzuatmen.

Besonders gelungen ist dabei die dichte, düstere Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film zieht. Argento erzeugt ein dauerhaftes Gefühl der Anspannung und lädt den Zuschauer immer wieder dazu ein, selbst über die Identität des Täters zu rätseln. Zwar lässt sich die Auflösung mit etwas Aufmerksamkeit erahnen, dennoch bleibt der Weg dorthin durchweg fesselnd. Das Finale sorgt schließlich noch einmal für einige packende Momente und rundet den Film gelungen ab.

Auch schauspielerisch weiß The Card Player zu überzeugen. Vor allem Stefania Rocca und Liam Cunningham (unter anderem bekannt aus Game of Thrones) harmonieren hervorragend miteinander und bilden ein glaubwürdiges Ermittlerduo. Ihre Figuren wirken sympathisch, ihre Emotionen nachvollziehbar und ihre Entscheidungen bleiben jederzeit authentisch, wodurch man sich leicht in das Geschehen hineinversetzen kann.

Unterm Strich ist The Card Player ein düsterer, spannender Thriller, der erstaunlich gut gealtert ist. Dario Argento beweist, dass er auch im modernen Gewand nichts von seinem Gespür für Atmosphäre und Spannung verloren hat. Wer packende Thriller mit einer klassischen Giallo-Note mag, sollte diesem Film unbedingt eine Chance geben – spätestens jetzt, da er auch in einer gelungenen 4K-Fassung erhältlich ist.

8/10

Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von PLAION PICTURES zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Filmen findet Ihr auf der Webseite des Labels: https://plaionpictures.com

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