Inhalt
Nach dem Fund der Leiche einer jungen Frau stößt Detective Dave Robicheaux bei seinen Ermittlungen auf dunkle Geheimnisse, die tief in die Vergangenheit Louisianas reichen. Gleichzeitig gerät der einflussreiche Filmproduzent Julie “Baby Feet” Balboni ins Visier der Polizei. Während Realität, Erinnerungen und Visionen zunehmend miteinander verschwimmen, kämpft Robicheaux nicht nur gegen Korruption und Gewalt, sondern auch gegen die Schatten seiner eigenen Vergangenheit…
Fazit
In the Electric Mist – Mord in Louisiana ist ein ungewöhnlicher Kriminalfilm, der deutlich mehr sein möchte als ein klassischer Whodunit. Regisseur Bertrand Tavernier setzt auf eine dichte, schwüle Atmosphäre, starke Landschaftsaufnahmen und einen ruhigen Erzählstil, der den Zuschauer tief in die Sümpfe Louisianas eintauchen lässt. Die Mischung aus Krimi, Drama und mystischen Elementen funktioniert dabei größtenteils gut, auch wenn sich die Handlung zwischendurch etwas verliert und nicht immer den roten Faden konsequent verfolgt.
Tommy Lee Jones trägt den Film mit einer gewohnt starken und glaubwürdigen Darstellung. Sein Detective wirkt gleichermaßen entschlossen wie gebrochen und verleiht der Geschichte die nötige emotionale Tiefe. Auch John Goodman sorgt mit seiner charismatischen Präsenz für einige der stärksten Momente des Films.
Wer einen temporeichen Thriller erwartet, dürfte allerdings enttäuscht werden. In the Electric Mist nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und seine Atmosphäre, wodurch das Erzähltempo stellenweise etwas zäh wirkt. Dafür überzeugt der Film mit einer melancholischen Stimmung, interessanten Charakteren und einer eigenständigen Inszenierung, die lange nachwirkt.
Unterm Strich ist In the Electric Mist – Mord in Louisiana ein stimmungsvoller, ungewöhnlicher Krimi mit hervorragenden Darstellern und einer faszinierenden Atmosphäre. Trotz kleiner Längen bleibt ein sehenswerter Film, der sich bewusst Zeit nimmt und nicht den einfachen Weg geht.
7,5/10
Fotocopyright: WME Home Entertainment
