Inhalt
Während des Vietnam-Krieges erhält eine Truppe von amerikanischen Soldaten einen geheimen Sonderauftrag. Sie sollen sich in ein abgelegenes Gebiet begeben und dort eine unbekannte Technologie der Russen in ihren Besitz bringen. Schon kurz nach der Ankunft machen sie jedoch Bekanntschaft mit ganz anderen Feinden…
Fazit
Abseits vom Platzhirsch “Jurassic Park” bzw. “Jurassic World” gibt es nur wenig ernstzunehmende Konkurrenz, doch mit “Primitive War” schickt Regisseur Luke Sparke endlich einen weiteren spaßigen Saurierfilm auf die heimische Leinwand.
Zwar fielen die ersten paar Minuten ein wenig langatmig und noch relativ uninteressant aus, doch mit dem Erscheinen der ersten Riesenechsen ist die Aufmerksamkeit sofort geben und der Erzählfluss plötzlich richtig gut. Die toll choreografierte Action machte Spaß und vor allem die starke technische Seite sorgte stellenweise für offene Münder.
Es wurde hauptsächlich (oder gar ausschließlich) mit Computereffekten gearbeitet und die Einlagen waren auch als solche zu erkennen, doch das war überhaupt nicht schlimm. Wir bekamen nicht nur Echsen, die sich prima in die Dschungel-Umgebung integrierten, sondern auch sagenhaft schöne Aufnahmen von deren Wanderungen oder gar Einblicke in die Welt unter Wasser.
Ebenfalls stimmig der hohe Härtegrad und der allgemeine Grundton. Zwar nahm sich das Geschehen zu keiner Zeit zu ernst, dennoch verkam das Gebotene nie zu einer komischen Angelegenheit und behielt stets eine gewisse Rauheit – die prima zum Setting des Vietnam-Krieges passte und uns nie die dramatischen realen Hintergründe vergessen ließ.
Wo die Dinos hinlangten, floss ordentlich Blut – und das war ebenfalls sehr cool und stimmig inszeniert. Hier wurde nichts weich gespült und die Kamera hielt ordentlich drauf. So und nicht anders wünschten wir uns auch manche Passage in den vermeintlichen Vorbildern und dem Anspruch an eine höhere Freigabe wurde man gerecht.
Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr ordentlich gemacht, auch wenn deren Synchronisation manchmal etwas besser hätte ausfallen dürfen. Sie interagierten hervorragend mit den riesigen Feinden, auch wenn das Spiel gegen leere Antagonisten wahrscheinlich nicht einfach war.
Nach einem lahmen Start ging das Treiben in die Vollen und ließ die Zeit fortan im Flug vergehen. Technisch präsentierte sich ein herausragender Dino-Film, der mit witziger Prämisse sogar einen brauchbaren Rahmen für eine schönen Aufnahmen fand. Wer schon immer einen “Jurassic Park”-Film für Erwachsene haben wollte, dürfte mit “Primitive War” letztlich mehr als glücklich werden.
8,5/10
Fotocopyright: Splendid Film/WVG
