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The Descent – Abgrund des Grauens

Inhalt

Ein Jahr nachdem eine junge Frau ihre Familie bei einem dramatischen Verkehrsunfall verloren hat, wollen ihre Freundinnen sie endlich wieder auf andere Gedanken bringen. Gemeinsam treffen sie sich in einer abgelegenen Hütte, von der aus zunächst eine Raftingtour und anschließend die Erkundung eines geheimnisvollen Höhlenlabyrinths geplant ist. Doch der Ausflug entwickelt sich schon bald zu einem echten Albtraum…

Fazit

Audiovisuell verdient “The Descent” zweifelsohne eine Spitzenbewertung, doch der eigentliche Inhalt war stellenweise etwas zu dünn, um in die ganz großen Lobeshymnen einzustimmen. Das Geschehen benötigt einiges an Anlaufzeit und drohte unterwegs sogar, das Interesse des Zuschauers zu verlieren. Es waren letztlich die immer wieder beeindruckenden Bilder, die einen bei der Stange hielten und den Film aus der breiten Masse hervorhoben.

Insbesondere die Aufnahmen in den verwinkelten Höhlensystemen sorgten für Staunen und machten richtig was her. Die Dreharbeiten müssen hervorragend geplant und entsprechend aufwendig umgesetzt worden sein, denn selten zuvor bekam man derart ungewöhnliche Perspektiven und gleichzeitig so klare Eindrücke zu Gesicht. Auch die Ausleuchtung war hervorragend gelungen, obwohl die überwiegend extrem dunklen Passagen – ganz bewusst – stellenweise ordentlich aufs Gemüt drückten.

Die Handlung selbst war hingegen weder besonders neu noch sonderlich originell umgesetzt. Die Menschenfresser aus den Untiefen des Berges wirkten herrlich bedrohlich und der Härtegrad rechtfertigte die FSK-18-Freigabe ohne Probleme. Es ging durchaus heftig, aber nie übertrieben zur Sache und Splatterfans kommen nach einer gewissen Durststrecke schließlich doch noch auf ihre Kosten.

Die überwiegend weiblichen Darstellerinnen erledigten ihre Sache solide und harmonierten vor allem gut miteinander. Zwar versuchte man den einzelnen Figuren unterschiedliche Charakterzüge mitzugeben, doch gerade das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe funktionierte über weite Strecken überzeugend.

“The Descent” wurde damals wie heute von vielen Kritikern hoch gelobt, was sich angesichts der beeindruckenden technischen Umsetzung durchaus nachvollziehen lässt. Für mich waren es jedoch der stellenweise schleppende Erzählfluss und die recht simple Handlung, die einer noch besseren Bewertung im Weg standen. Eine kleine Empfehlung für eingefleischte Horrorfans bleibt am Ende dennoch bestehen.

6,5/10

Fotocopyright: Vuelta Entertainment

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