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The Last House

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Es war ein Sonntag, als der große Regen einsetzte. Familie Delgado dachte an nichts Böses und wollte sich gerade zum Erwerb eines Weihnachtsbaumes aufmachen, doch plötzlich ließen sich weder Türen noch Fenster öffnen…

Fazit

Kreative Ideen sind offensichtlich noch nicht ausgestorben – denn ein Werk wie „The Last House“ konnte mich am gestrigen Sonntag durchaus eindrucksvoll vom Gegenteil überzeugen. Der Film wirft am Ende zwar extrem viele Fragen auf, trotzdem fühlte man sich während der gesamten Laufzeit spannend bei Laune gehalten.

Für eine mehrfache Sichtung eignet sich das Geschehen zwar nur bedingt, einer einmaligen Sichtung sollte man allerdings durchaus offen gegenüberstehen. Mit – zumindest zu Beginn – recht einfachen Mitteln wird hier ein schöner Grusel erzeugt, den man zumindest in gewissen Zügen auch angenehm nachvollziehen konnte.

Der Film lebt dabei zum größten Teil von seinen Figuren, die hier ein durchaus gelungenes Kammerspiel absolvieren. Sie handeln weitestgehend logisch und geben genügend Raum zur Identifikation. Man kann ihre Gedankengänge nachvollziehen und leidet stellenweise sogar richtig mit ihnen mit. Gerade dadurch entwickelt das zunächst recht überschaubare Szenario erstaunlich schnell eine eigene Dynamik.

Nicht nur die eigentliche Rahmenhandlung, auch viele kleine Dinge innerhalb des Streifens sind überraschend kreativ und teilweise sogar ziemlich witzig gestaltet. Obwohl oft gar nicht so viel auf dem Schirm passiert, bleibt man gebannt am Ball und freut sich – ähnlich wie Familie Delgado – irgendwann sogar über die kleineren Erfolge ihrer neu entfachten Bastelkunst. Was zunächst ziemlich harmlos beginnt, entwickelt dabei eine überraschend unterhaltsame Eigendynamik.

Über Sinn und Aussage lässt sich am Ende vortrefflich streiten, an der frischen Idee des Werkes allerdings kaum. Sicherlich ist nicht alles logisch und spätestens nach dem Abspann dürfte der eine oder andere Zuschauer noch einige Fragezeichen im Kopf haben. Trotzdem hat mir gerade diese ungewöhnliche Mischung aus Grusel, Sci-Fi und etwas schwarzem Humor ausgesprochen gut gefallen.

Mit „The Last House“ serviert uns der Streamingdienst einen interessanten Sci-Fi-Thriller, der mit tollen Figuren, einer unheimlichen Atmosphäre und einigen wirklich spaßigen Einfällen punkten kann. Wie bereits erwähnt, sicherlich kein Film, den ich unbedingt mehrfach schauen müsste, aber definitiv einer, bei dem sich eine genauere Begutachtung lohnt. Für einen eher ruhigen Sonntagabend war das jedenfalls eine ziemlich überraschende und unterhaltsame Entdeckung.

7,5/10

Fotocopyright: Netflix

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