Veröffentlicht in

Highlander 2

Inhalt

Connor MacLeod hat alle Schlachten gewonnen und ist nunmehr sichtlich gealtert. Großes hat er einst für die Menschheit erreicht, doch sein Ansehen bei der Bevölkerung ist durchwachsen. Als dann eines Tages erneut ein paar Unsterbliche seinen Weg kreuzen, scheint das altbekannte Spiel wieder von Neuen zu beginnen…

Fazit

„Highlander 2“ ist schon in vielerlei Hinsicht ein kurioses Ding. Von den unzähligen Schnittfassungen über die krude Handlung, in der die Unsterblichen plötzlich Außerirdische sind, bis hin zum Cast. Obwohl die selben Hauptdarsteller – inklusive des neu auferstandenen Connery – wieder mit an Bord waren, fühlt sich das Ganze stellenweise an, als hätte jemand beim Dreh einfach vergessen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt.

Trotz all dieser Umstände machte das Teil damals wie heute gehörig Laune, dank neuer Fassungen und Synchro vielleicht aktuell sogar noch einen Ticken mehr. Der Film schaut aufgrund seiner angestaubten Effekte zwar nicht mehr ganz zeitgemäß aus, dafür besitzt er einen Look, der erstaunlich gut funktioniert. Dunkle, verregnete Bilder, jede Menge Neon-Reklamen und ein ordentlicher Schuss Zukunfts-Feeling sorgen für eine ziemlich gelungene Cyberpunk-Atmosphäre.

Überhaupt war es schon erstaunlich, wie immersiv diese Zukunft hier dargestellt wurde. Dazu gesellt sich ein erneut rockiger Soundtrack, der auch ohne große Top-Hits für Stimmung sorgt. Natürlich ist MacLeod wieder mit seinem Porsche unterwegs und auch sein Outfit passt wunderbar zum neuen Setting. Christopher Lambert sieht dabei stellenweise aus, als wäre er direkt aus einem 80er-Jahre-Musikvideo in die Zukunft gestolpert – und irgendwie passt genau das wieder hervorragend zum Film.

Die Handlung ist komplexer, dafür aber auch deutlich verworrener als beim Erstling und schleppt einiges an unnötigem Ballast mit sich herum. Die Idee, aus den Unsterblichen kurzerhand Außerirdische zu machen, gehört dabei sicherlich zu den kreativeren Entscheidungen der Filmgeschichte. Man wollte unbedingt an den ersten Teil anknüpfen und gleichzeitig alles irgendwie größer und spektakulärer machen. Herausgekommen ist ein ziemlich wilder Mix, bei dem man sich irgendwann einfach zurücklehnen und akzeptieren muss, dass hier offensichtlich niemand mehr so genau wusste, wohin die Reise eigentlich gehen soll.

Kein Wunder also, dass „Highlander 2“ später aus dem offiziellen Kanon gestrichen wurde. Eigentlich ist das Teil kein guter Film und eine ernsthafte Empfehlung fällt entsprechend schwer. Über die Jahre habe ich dieses völlig bekloppte Machwerk allerdings lieben gelernt und habe damit einfach enorm viel Spaß. Als unterhaltsamer Edel-Trash funktioniert „Highlander 2“ für mich jedenfalls erstaunlich gut. Je weniger man über die Handlung nachdenkt, desto besser wird der Film – und genau darin liegt vermutlich sein größter Vorteil.

7,5/10

Fotocopyright: LEONINE

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Filmfreak und Gamer - Nerd aus Leidenschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert