Inhalt
Der Dritte Weltkrieg hat die Vereinigten Staaten schwer getroffen. Nuklearwaffen haben Teile des Landes zerstört und der Fokus liegt nun auf Los Angeles, dessen prominente Bewohner bei den nächsten Wahlen über das Schicksaal der Nation entscheiden könnten. Mitten im heißen Wahlkampf verschwindet jedoch ein wichtiges Zugpferd und marxistische Jünger machen den Behörden das Leben schwer…
Fazit
Viel gewollt, aber hauptsächlich für Verwirrung und schüttelnde Köpfe gesorgt. Eigentlich war die Handlung von “Southland Tales” gar nicht mal so komplex, aber eine verquere Erzählweise mit schnellen Schnitten und ständigen Rückblenden machten das Folgen überraschend schwer. Das Zuschauen erforderte Aufmerksamkeit, konnte sie abseits seines prominenten Casts aber kaum halten können.
Zunächst einmal zu den positiven Dingen. Die auf Hochglanz polierte Optik mit überwiegend sonnigen und bunten Bilder gefiel, die CGI-Effekte waren in Ordnung und der Soundtrack ging stellenweise gut ins Ohr. In fast jeder Szene waren bekannte Gesichter zu erblicken, jede noch so kleine Rolle wurde mit renommierten Darstellern besetzt.
Schauspieler wie Dwayne Johnson, Seann William Scott, Sarah Michelle Gellar oder Christopher Lambert drückten sich die Klinke in die Hand und in abgefahrenen Nebenschauplätzen gab es Stars wie Justin Timberlake – der sogar mit einer coolen Gesangseinlage auftrumpfen durfte. Die Chemie aller Beteiligten hat gepasst und ich glaube, stellenweise nur wegen diesem Aufgebot am Ball geblieben zu sein.
Wie bereits erwähnt war die Handlung eigentlich gar nicht mal so schwierig zu erfassen, dafür aber gnadenlos durcheinander und in keiner auch nur ansatzweise chronologischen Reihenfolge erzählt worden. Man brach mit gewohnten Konventionen, konnte die klaffenden Lücken jedoch nicht einmal im Schlusspart ordentlich zusammenführen. Fragen blieben zurück.
Tolle Technik, wahnsinnig guter Cast und eine eigentlich gar nicht mal so schlechte Grundidee. In einer anderen Schnittfassung wäre “Southland Tales” vielleicht ein richtig guter Film geworden, doch das aktuelle Produkt besaß einfach nur eine Menge Luft nach Oben. Kein wirklich schlechtes Werk, nur im Anbetracht seines Darstelleraufgebotes eine gelinde gesagt leichte Enttäuschung.
6/10
Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH
