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Die Flodders (2026) – Staffel 1

Inhalt

Glückliche Umstände führen Kees Flodder Jr. zu einem beachtlichen Erbe – nämlich einer luxuriösen Villa in einer guten und wohlhabenden Gegend. Natürlich sind die Nachbarn nicht von den neuen Bewohnern angetan und versuchen alles um sie wieder los zu werden…

Fazit

Die Filme – zumindest Teil 1 und 2 – sind längst Kult, während die damalige Serie schon deutlich mehr Staub angesetzt hat. Umso überraschender, dass man sich nun noch einmal an eine Neuauflage gewagt hat. Mit nahezu komplett neuem Cast sollen sowohl alte Fans als auch eine neue Generation für die Flodders begeistert werden.

Ganz so einfach ist das allerdings nicht. An die Vorlage kommt das neue Treiben zu keiner Zeit heran. Zwar wurden die bekannten Figuren mehr oder weniger geschickt übernommen und auch optisch präsentiert sich die Serie durchaus schick, doch genau hier liegt bereits eines der Probleme. Alles wirkt sauberer, glatter und moderner – und damit leider auch deutlich weniger dreckig. Der Charme des Originals bleibt dabei irgendwo auf der Strecke.

Denn die alten “Flodders” lebten nun einmal von ihrem derben Humor, zotigen Sprüchen, reichlich politisch unkorrektem Verhalten und natürlich auch von den wohl dosierten nackten Tatsachen. Hier geht es wesentlich gesitteter zur Sache. Vieles wirkt fast schon familientauglich und damit genau wie das Gegenteil dessen, was man mit den “Flodders” eigentlich verbindet. Die Macher haben offensichtlich versucht, die alte Idee ins Jahr 2026 zu retten, dabei aber einen guten Teil ihrer ursprünglichen Bissigkeit gleich mit entsorgt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Neuauflage keinen Spaß macht. Die sechs Episoden lassen sich wunderbar am Stück wegschauen und sorgen immer wieder für den einen oder anderen Lacher. Gerade weil die Handlung nicht besonders anspruchsvoll ist, eignet sich die Serie hervorragend als unkomplizierte Berieselung für zwischendurch. Man muss nicht ständig aufpassen, irgendwelche komplizierten Zusammenhänge verstehen oder sich nach jeder Folge fragen, was man da eigentlich gerade gesehen hat.

Auch die einzelnen Geschichten funktionieren grundsätzlich ordentlich und die Figuren sind klar an ihre alten Vorbilder angelehnt. Mit Tatjana Šimić ist sogar ein echtes Flodder-Urgestein wieder mit dabei. Trotzdem bleibt ständig das Gefühl, dass man hier gerne etwas mehr gewagt hätte. Die neuen “Flodders” sind nicht schlecht, aber eben auch verdammt weit davon entfernt, wieder so schön asozial, hemmungslos und herrlich daneben zu sein wie früher.

Am Ende bleibt eine kurzweilige Serie, die man an einem Abend problemlos durchschauen kann und dabei durchaus seinen Spaß hat. Große Ansprüche sollte man allerdings nicht stellen. Für einen nostalgischen Ausflug in die Welt der Flodders reicht es, für ein echtes Comeback eher nicht. Es war ein schweres Erbe und leider merkt man der Neuauflage an, dass sie sich nicht so recht traut, dieses Erbe auch wirklich anzutreten.

6,5/10

Fotocopyright: RTL

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