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Lifeforce – Die tödliche Bedrohung

Inhalt

Das Spaceshuttle Churchill trifft während seiner Mission auf ein gigantisches außerirdisches Raumschiff und geht an Bord. Neben einigen seltsamen, toten Wesen finden die Astronauten dort auch drei scheinbar konservierte Menschen. Sie bergen deren Behälter und müssen auf der Erde schon bald feststellen, dass sie sich damit echte Weltraum-Vampire ins Haus geholt haben…

Fazit

Die letzte Sichtung von „Lifeforce“ liegt bei mir schon einige Jahre zurück und trotz des neuen Glanzes auf technisch hervorragender Blu-ray ist der Funken auch diesmal nicht so recht übergesprungen. Nach wie vor finde ich die Thematik ausgesprochen interessant und gerade der Auftakt ist wirklich klasse inszeniert, doch unterm Strich ist mir das Werk einfach einen Ticken zu langatmig geraten.

Dabei beginnt der Streifen durchaus verheißungsvoll. Die tollen Weltraumaufnahmen können sich auch heute noch sehen lassen und Tobe Hooper erzeugt von Beginn an eine ganz eigene Atmosphäre, die durchaus Appetit auf mehr macht. Gerade die ersten Minuten vermitteln das Gefühl, dass hier etwas Großes und Unheimliches auf den Zuschauer zukommt. Leider kann der Film diesen ersten Eindruck im weiteren Verlauf nicht konstant halten und kommt dem geweckten Drang nach mehr nicht ganz so intensiv nach, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Erzählweise gestaltet sich über weite Strecken recht schleppend und zu oft verheddert sich das Geschehen in langatmigen Dialogen. Action und andere Schauwerte rücken dadurch immer wieder arg in den Hintergrund, während sich bei mir zunehmend mangelnde Aufmerksamkeit breit machte. Immer wieder tritt der Film auf die Bremse, obwohl gerade die interessanten Ansätze eigentlich nach deutlich mehr Tempo schreien. So werden einige gute Ideen leider zu oft zunichtegemacht, anstatt sie konsequent auszuspielen.

Gut gefallen hat mir dagegen der britische Stil, der sich klar an die frühen Filme der „Hammer“-Studios anlehnt und dadurch immer wieder für ein anerkennendes Lächeln gut ist. Diese Mischung aus klassischem Horror, Science-Fiction und leicht überdrehter Vampir-Thematik besitzt durchaus ihren eigenen Charme. Auch Patrick Stewart fügt sich hier wunderbar ein und sorgt mit seiner gewohnt charmanten Art für einige Sympathiepunkte.

Und eigentlich bringt „Lifeforce“ ja alles mit, was man sich von einem solchen Film wünschen könnte: Vampire, nackte Haut, Weltraum, apokalyptische Szenarien und jede Menge coole Action. Die Zutaten stimmen also durchaus und auch optisch gibt es einiges zu bestaunen. Gerade deshalb ist es schade, dass der Film sein vorhandenes Potential nicht konsequenter ausschöpft. Auf aufregende und atmosphärische Momente folgen immer wieder längere Passagen, bei denen ich am liebsten die Vorspul-Taste betätigt hätte.

„Lifeforce“ hätte mit seiner ungewöhnlichen Mischung aus Science-Fiction, Horror und klassischem Vampirfilm ein richtig großer Genre-Kracher werden können. Stattdessen bleibt bei mir vor allem der Eindruck eines ambitionierten Films zurück, der immer wieder tolle Momente besitzt, sich dazwischen aber selbst unnötig ausbremst. Fans von ungewöhnlicher Science-Fiction und älterem Horror sollten durchaus einen Blick riskieren, meine Begeisterung hält sich nach der erneuten Sichtung allerdings weiterhin in Grenzen. Am Ende bleiben daher gemischte Gefühle zurück.

6/10

Fotocopyright: NSM Records

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