Inhalt
Mitten in den Flitterwochen auf Kuba wird Dom von einer mysteriösen Frau aufgesucht und zur unfreiwilligen Mitarbeit an ihren skrupellosen Machenschaften gezwungen. Kurzerhand bricht er mit seinem Team und verschwindet spurlos. Ratlosigkeit macht sich breit, denn niemand kann sich erklären, warum Dom seine Familie plötzlich verrät. Doch offenbar steckt hinter seinem Pakt mit dem Teufel weit mehr, als zunächst vermutet…
Fazit
Obwohl die Reihe mit “Fast & Furious 8” bereits beim achten Teil angekommen ist, fühlt sich der Film ohne das Urgestein Paul Walker ein Stück weit wie ein Neubeginn an. Zwar hatte Walker bereits in “Tokyo Drift” gefehlt, doch diesmal war seine Abwesenheit endgültig. Trotzdem war es die richtige Entscheidung, die Saga weiterzuführen und dem Zuschauer auch ohne Brian O’Conner noch einmal lockere Unterhaltung und jede Menge Action zu bieten.
So richtig viel Spaß wie bei den Vorgängern wollte mir der achte Teil allerdings nicht mehr machen. Zwar gibt es wieder einige wahnwitzige Momente und der ohnehin schon große Cast wurde erneut erweitert, doch vieles wirkt inzwischen deutlich konstruierter und abgenutzter. Auch die großen Actionszenen erreichen nicht mehr ganz die Wirkung, die man aus den vorherigen Teilen gewohnt war.
Scott Eastwood wollte sich dabei für meinen Geschmack überhaupt nicht richtig in das Team einfügen. Gerade die Dialoge mit seiner Beteiligung wirkten häufig eher peinlich als lustig und sorgten bei mir nur für Fremdscham. Deutlich besser funktionierte dagegen das Zusammenspiel zwischen Jason Statham und “The Rock”. Schauspielerisch wird auch hier natürlich keine große Kunst geboten, doch die ständigen Neckereien zwischen den beiden sorgen zumindest für einige unterhaltsame Momente.
Die Handlung bewegt sich wieder einmal jenseits von Gut und Böse. Selten hat man in der Reihe einen derart schwachen Bösewicht erlebt und selten konnte man über dessen Motive so sehr den Kopf schütteln. Vieles wurde an den Haaren herbeigezogen und auch die Verbindung zu den vorherigen Teilen wirkte diesmal nicht besonders gelungen. Gerade bei einer mittlerweile so umfangreichen Reihe hätte man sich hier etwas mehr Mühe geben können.
Natürlich gibt es erneut einige nette Actionszenen, der ganz große Kracher bleibt diesmal jedoch aus. Am ehesten könnte man die Sequenzen rund um das U-Boot noch als Steigerung gegenüber den bisherigen Endduellen ansehen. Allerdings war mir gerade diese Inszenierung letztlich zu schwach, teilweise sogar etwas langweilig und nervig. Wenn Fahrzeuge inzwischen auf Eisflächen gegen ein U-Boot antreten, muss die Inszenierung schon entsprechend spektakulär ausfallen, damit das Ganze nicht einfach nur übertrieben wirkt.
Selbst beim Fußball gilt schließlich, dass sich ein neues Team erst einmal einspielen muss – und genau das wollte ich bei “Fast & Furious 8” leider nicht erkennen. Auch ohne Paul Walker hätten die Macher einen deutlich besseren Film abliefern und die neuen beziehungsweise veränderten Charaktere besser in die bestehende Gruppe integrieren können. Über weite Strecken geht es zwar halbwegs unterhaltsam zur Sache, doch so richtig abfeiern kann ich Nummer 8 letztlich nicht.
6/10
Fotocopyright: Universal
