Inhalt
In ihrer Kindheit haben Chloe und ihre Freunde einer alten Dame üble Streiche gespielt. Diese hat sich daraufhin umgebracht und seitdem soll ein Fluch auf dem alten Anwesen liegen. Jahre später, inzwischen im Teenageralter, kehrt Chloe gemeinsam mit ihrem Kumpel Danny zu der angeblich verwunschenen Pforte zurück. Natürlich können sie es nicht lassen und klopfen erneut an die Tür. Damit erwecken sie jedoch einen bösen Geist, der fortan Jagd auf die beiden macht…
Fazit
Handwerklich war „Don’t Knock Twice“ durchaus ordentlich gemacht, ansonsten bekam man allerdings weitestgehend gewohnte Standardkost ohne große Überraschungen geboten.
Die Geschichte selbst war nicht sonderlich originell, erfüllte aber ihren Zweck. Statt Spiegeln oder anderen bekannten Horror-Elementen wird dieses Mal eben zweimal an eine Tür geklopft und schon erscheint Candyman, pardon, der böse Geist. Auch der weitere Verlauf unterschied sich nur wenig von dem, was man aus zahlreichen ähnlich gelagerten Horrorfilmen bereits kennt.
Vieles war dementsprechend vorhersehbar, trotzdem kam dank der gut miteinander harmonierenden Darsteller und deren schwierigem familiären Hintergrund zumindest etwas Spannung auf. Gerade die Beziehung zwischen Chloe und ihrer Mutter sorgte dafür, dass neben dem eigentlichen Spuk noch ein persönlicher Konflikt vorhanden war.
Auch wenn „Don’t Knock Twice“ nur wenig Action zu bieten hatte, blieb man dennoch einigermaßen am Ball und wollte natürlich irgendwann wissen, wie die Geschichte ausgeht und was es mit dem Fluch tatsächlich auf sich hat. Die finale Aufklärung war dabei zumindest halbwegs schlüssig, sodass man sich nicht völlig vor den Kopf gestoßen fühlte.
Ein großer Wurf ist „Don’t Knock Twice“ allerdings nicht geworden. Der Film ist leider nur einer von vielen und besitzt kaum herausstechende Merkmale, die ihn von seinen zahlreichen Mitbewerbern unterscheiden würden. Wirklich viel falsch macht der Streifen zwar nicht, dafür fehlen aber ebenso die eigenen Ideen. Auch bei den Schreckmomenten hätte man deutlich mehr erwarten können, denn gerade hier hält sich der Film doch sehr zurück.
Unterm Strich bleibt damit ein ordentlich produzierter, aber ziemlich austauschbarer Horrorfilm, der für einen unterhaltsamen Abend durchaus taugt, von dem man allerdings auch nicht zu viel erwarten sollte.
5,5/10
Fotocopyright: Splendid Film/WVG
