Veröffentlicht in

Verity – Dunkle Geheimnisse

Inhalt

Lowen Ashleigh wird engagiert, um die Buchreihe der Bestsellerautorin Verity Crawford zu Ende zu schreiben. Diese ist nach einem tragischen Autounfall dazu leider nicht mehr in der Lage, vertraglich dem Verlag gegenüber allerdings weiterhin verpflichtet. Lowen willigt ein und zieht für einige Tage auf das Anwesen ihrer erfolgreichen Kollegin. Dort macht sie jedoch eine furchtbare Entdeckung …

Fazit

Der Hype um das Buch ist vollkommen an mir vorbeigegangen, doch dank meiner Lebensgefährtin zog es uns am gestrigen Abend dennoch in das hiesige Lichtspielhaus. Nach dem Abspann war ich allerdings vor allem froh, dass dieser Abend irgendwann ein Ende gefunden hatte.

Die Vorlage mochte vielleicht einen guten Spannungsbogen besitzen, doch davon ist in diesem Film erschreckend wenig übrig geblieben. Zu oft versinkt das Geschehen in belanglosen Dialogen und die Macher beweisen kaum Gespür für Timing oder Atmosphäre. Mal hält die Kamera gefühlt eine Ewigkeit auf einer Szene drauf, mal werden Momente viel zu schnell abgehandelt. Selbst die wenigen Schreckmomente verpuffen dadurch weitgehend wirkungslos. Spannung will einfach nicht aufkommen und Langeweile macht sich stattdessen breit.

Dabei wäre aus der Geschichte durchaus mehr herauszuholen gewesen. Mit ein paar gezielten Änderungen hätte man daraus einen richtig boshaften und fiesen Psychothriller machen können. Einige Elemente hätte man aus einer anderen Perspektive erzählen und dem Ganzen dadurch deutlich mehr Tiefe verleihen können. Vermutlich lagen manche dieser Knackpunkte allerdings bereits im Roman und gehen somit nicht ausschließlich auf das Konto der Drehbuchautoren. Irgendwann hatte ich jedenfalls innerlich abgeschaltet und wartete nur noch darauf, dass endlich der Abspann über die Leinwand flimmerte.

Auf Seiten der Darsteller gibt es hingegen wenig auszusetzen. Dakota Johnson, Anne Hathaway und Josh Hartnett liefern solide ab und auch die Chemie untereinander funktioniert. Vor allem Dakota Johnson profitiert auf der großen Leinwand von den zahlreichen Großaufnahmen, in denen ihre Blicke mehr Spannung erzeugen als so manche Szene des eigentlichen Films.

Unterm Strich ist „Verity“ für mich eine ziemlich herbe Enttäuschung. Gähnende Langeweile, schwaches Timing und eine erschreckend zahnlose Inszenierung sorgen dafür, dass aus dem eigentlich vielversprechenden Stoff ein Thriller geworden ist, der mich irgendwann schlicht nicht mehr interessiert hat. Die Darsteller können das sinkende Schiff dabei auch nicht mehr retten. Spätestens als die Spannung endgültig auf der Strecke blieb, war das Geschehen auf der Leinwand nur noch beliebiges Vorgeplänkel bis zum Abspann. Für einen teuren Kinobesuch war mir das deutlich zu wenig.

3,5/10

Fotocopyright: MGM/Amazon

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Filmfreak und Gamer - Nerd aus Leidenschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert