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Unter Zugzwang

Inhalt

Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag wird Detective Matthew Shaw noch einmal richtig gefordert. Auf dem Revier taucht ein junger Mann auf und stellt eine scheinbar nahezu unlösbare Forderung. Sollte Shaw nicht tun, was von ihm verlangt wird, muss sein Sohn sterben. Für den Cop beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem er nicht nur seine beruflichen Fähigkeiten, sondern auch seine persönlichen Grenzen auf die Probe stellen muss…

Fazit

Der Grundgedanke dieses Streifens war eigentlich gar nicht mal verkehrt und mit Josh Duhamel, unter anderem bekannt aus „Transformers“, hat man durchaus eine passende Hauptfigur gewinnen können. Leider scheitert das durchaus ehrgeizige Vorhaben an mehreren Stellen und entwickelt sich letztlich zu einer herben Enttäuschung.

Schon zu Beginn fällt die sonderbare und nicht unbedingt hochwertige Optik ins Auge. Der Film wirkt trotz der grundsätzlich soliden Besetzung erstaunlich billig produziert und teilweise ziemlich uninspiriert. Als dann auch noch Darsteller wie Til Schweiger auf dem Schirm erscheinen, ist der bescheidene Gesamteindruck endgültig komplett.

Dabei beginnt die Geschichte durchaus interessant und besitzt gerade in den ersten Minuten einen angenehm verstörenden Unterton. Die Ausgangslage verspricht einen spannenden Thriller, bei dem man durchaus wissen möchte, wie sich Shaw aus dieser scheinbar ausweglosen Situation befreien will. Leider verliert die Handlung mit zunehmender Laufzeit immer mehr an Biss und Spannung.

Was anfangs noch einigermaßen rätselhaft und interessant wirkt, wird zunehmend vorhersehbar. Die Figuren bleiben zudem recht oberflächlich und auch die Inszenierung schafft es nur selten, wirklich Druck oder eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Statt die interessante Ausgangslage konsequent auszuspielen, verliert sich der Film immer wieder in wenig überzeugenden Nebenhandlungen.

Josh Duhamel macht seine Sache dabei noch ordentlich und versucht, aus dem vorhandenen Material das Beste herauszuholen. Wirklich retten kann er den Film allerdings nicht. Dafür fehlt es letztlich an einer packenden Umsetzung, überraschenden Wendungen und vor allem an dem nötigen Gespür für Spannung.

Unterm Strich bleibt damit ein Thriller, der durchaus vielversprechend beginnt, sein vorhandenes Potenzial aber leider nicht ausschöpfen kann. Die solide Grundidee und ein passabler Hauptdarsteller reichen nicht aus, um über die schwache Inszenierung und die zunehmende Vorhersehbarkeit hinwegzutäuschen. Für einen einmaligen Filmabend ist „Unter Zugzwang“ durchaus geeignet, viel mehr sollte man allerdings nicht erwarten.

5/10

Fotocopyright: Vuelta Entertainment

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