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Akte X – Der Film

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Selbst die scharfsinnigen Überlegungen von Fox Mulder können nicht verhindern, dass ein Gebäude in der Nähe der Katastrophenschutzbehörde in die Luft gesprengt wird. Trotz vorheriger Evakuierung sind Todesopfer zu beklagen. Mulder droht daraufhin der Rauswurf, während Scully gegen ihren Willen in einen anderen Bundesstaat versetzt werden soll. Beide sind entsprechend niedergeschlagen, doch schon bald wittert Mulder erneut eine Verschwörung. Ein ehemaliger Freund seines Vaters behauptet nämlich, dass die Opfer des Anschlags bereits vor der Explosion tot waren und eine groß angelegte Vertuschungsaktion im Gange ist. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit ein neuer Fall, der weit größere Kreise zieht, als zunächst vermutet…

Fazit

„Akte X“ ist Kult, den ich bereits seit Kindheitstagen regelmäßig im TV verfolgt habe. Vor Kurzem habe ich mir dann auch die Komplettbox auf DVD gegönnt, was ich zum Anlass genommen habe, den ersten Kinofilm erneut zu sichten und noch einmal ein paar Worte darüber zu verlieren.

Zu seiner Entstehungszeit befand sich die Serie – zumindest für mich – bereits auf einem etwas absteigenden Ast und mein Interesse am Thema ließ langsam nach. Umso mehr habe ich mich damals über den Sprung auf die große Leinwand gefreut. Allerdings saß ich am Ende mit ähnlich gemischten Gefühlen vor dem Abspann wie schon seinerzeit.

Auf der einen Seite verdient das Studio Fox durchaus Lob für diesen mutigen Schritt. „Akte X“ war schließlich nie uneingeschränkt massentauglich, und ein Kinofilm stellte somit durchaus ein finanzielles Risiko dar. Immerhin kostet eine solche Produktion deutlich mehr als ein paar gewöhnliche TV-Episoden. Auf der anderen Seite fällt der Film gegenüber mancher Serienfolge erstaunlich harmlos und vergleichsweise unkritisch aus. Damit wollte man offenbar ein größeres Publikum erreichen, was allerdings zulasten einiger vertrauter Stärken der Serie geht.

Es wird deutlich weniger hinterfragt und deutlich weniger Verschwörung angeprangert, als ich es zunächst erwartet und mir als Fan auch erhofft hatte. Die Geschichte bleibt vergleichsweise simpel, ist stellenweise vorhersehbar und nicht immer sonderlich geschickt konstruiert. Den Zusammenhängen kann man nicht durchgehend problemlos folgen, obwohl sich die Handlung gleichzeitig genügend erzählerische Längen gönnt. Hier hätte man beim Drehbuch durchaus etwas geschickter vorgehen können. In der Serie hat das schließlich oftmals besser funktioniert, während man für den Sprung ins Kino offenbar einige Kompromisse eingehen musste.

Wirklich packend wird das Geschehen leider nur selten. Zwar sind die bekannten Figuren, die typische Musik und zahlreiche vertraute Elemente vorhanden, doch echte Begeisterung kommt bei mir nur sporadisch auf. Vieles plätschert eher gemächlich vor sich hin, ohne den Zuschauer emotional wirklich mitzunehmen. Gerade nach dem durchaus interessanten Auftakt geht es spannungstechnisch immer weiter bergab. Einige Passagen ziehen sich unnötig in die Länge, und auch am Ende bleibt man mit dem Gefühl zurück, nicht wirklich entscheidend schlauer geworden zu sein. Der große Aha-Effekt, den man sich von einer solchen Verschwörungsgeschichte erhofft, bleibt jedenfalls weitgehend aus.

Am Zusammenspiel von David Duchovny und Gillian Anderson gibt es dagegen überhaupt nichts auszusetzen. Beide schlüpfen gewohnt souverän in ihre altbekannten Rollen, und man merkt ihnen durchaus an, dass sie auch an dieser größeren Produktion ihren Spaß hatten. Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, sollte sich einige Jahre später bei der Fortsetzung erneut zeigen. Auch der übrige Cast kann sich sehen lassen und wartet mit einigen prominenten Gesichtern auf. Gerade Armin Mueller-Stahl sorgt bei Filmfreunden für ein kleines Wiedersehen, das durchaus Freude bereitet. Immerhin in dieser Hinsicht wird das Fanherz ein wenig erwärmt.

„Akte X“ hatte durchaus das Potenzial für einen richtig guten Kinofilm. Die Grundidee stimmt, die Darsteller passen hervorragend und auch die vertraute Atmosphäre ist grundsätzlich vorhanden. Leider wollte man offenbar zu viel auf einmal und hat dabei ausgerechnet jene Elemente etwas vernachlässigt, die die Serie für mich so reizvoll gemacht haben. Die Handlung kommt nur schwer in Schwung, unnötige Längen bremsen den Film immer wieder aus und wirklich packende Momente sind eher rar gesät.

Schlecht ist das Ganze deshalb keineswegs, nur hatte ich mir von diesem Ausflug auf die große Leinwand seinerzeit deutlich mehr versprochen. Eingefleischte Fans haben den Film natürlich längst in ihrer Sammlung, und Neueinsteiger bekommen zumindest einen kleinen Vorgeschmack auf das Universum von Mulder und Scully. Insgesamt bleibt solide, aber keineswegs überragende Unterhaltung, die nicht ganz das Niveau der besseren Serienfolgen erreicht.

6/10

Fotocopyright: Fox

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