Inhalt
Nach dem letzten missglückten Einsatz stehen FBI-Agent Zack Grant und sein Team unter besonderer Beobachtung. Eine Kollegin erschoss mehrere Kriminelle und wählte anschließend selbst den Freitod. Nun will der ehrgeizige Grant wissen, wer sie zu dieser Tat getrieben hat, und legt sich dabei selbst mit dem organisierten Verbrechen an…
Fazit
Manche Filme reifen wie guter Wein, doch beim „Yakuza-Kartell“ (oder „No Way Out“) war dies leider nicht der Fall. Zwar bietet dieser frühe Russell-Crowe-Titel einen gewissen Unterhaltungswert, doch stehen dem reichlich Unlogik und einige zähe Passagen gegenüber.
Der Streifen beginnt mit einer coolen Actionszene recht verheißungsvoll, doch schnell ist hier die Luft raus. Die darauf folgenden Ermittlungsarbeiten gestalten sich als weniger kurzweilig und fallen vor allem durch Logikfehler und teilweise ziemlich zusammengeschustert wirkende Handlungsstränge auf. So wollte bei mir nicht wirklich Spannung aufkommen und auch die Geschichte selbst konnte mich nur bedingt bei Laune halten.
Darstellerisch geht das Ganze durchaus in Ordnung, wobei Russell Crowe hier noch am Anfang seiner Karriere stand. Sein Potenzial ist zwar bereits erkennbar, einen bleibenden Eindruck hinterlässt seine Rolle allerdings nicht. Auch der restliche Cast liefert solide Arbeit ab, ohne dabei besonders hervorzustechen. Wirkliche Highlights sucht man hier ebenso vergeblich wie Figuren, die einem nachhaltig im Gedächtnis bleiben.
Der Erzählfluss schwankt ebenfalls stark. Wie bereits erwähnt, ist der Beginn noch recht spaßig, danach wird es zunehmend zäher und die Aufmerksamkeit schwindet. Zum Glück fängt sich der Streifen beim etwas spektakuläreren Finale wieder, sodass man die eine oder andere Länge rückwirkend etwas besser verkraften kann.
Unterm Strich bleibt ein durchschnittlicher Actionthriller, der durchaus seine Momente hat, mich über weite Strecken aber nicht wirklich packen konnte. Für einen kurzweiligen Filmabend reicht es zwar noch, doch angesichts der vielen Ungereimtheiten und des schwankenden Erzähltempos hatte ich mir etwas mehr erhofft. Kann man sich durchaus mal anschauen, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben.
6/10
Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
