Inhalt
Schon lange hatte Clary den Verdacht, dass etwas mit ihr nicht stimmt und ihre Familie ihr wichtige Dinge verheimlicht. Als sie eines Tages vor einer verwüsteten Wohnung steht und ihre Mutter spurlos verschwunden ist, erfährt sie von den sogenannten Schattenjägern und den wahren Hintergründen ihrer eigenen Herkunft. Schon bald muss sie feststellen, dass hinter der scheinbar normalen Welt weitaus mehr steckt, als sie sich jemals hätte vorstellen können…
Fazit
Damals zum Kinostart recht groß angekündigt, entpuppten sich die „Chroniken der Unterwelt“ letztlich eher als laues Lüftchen voller Klischees. Geplant war eine ganze Reihe von Filmen, und entsprechend fühlte sich der Titel wie ein halbfertiger Auftakt an. Richtig schlecht war das Ergebnis sicherlich nicht, doch für den eher mäßigen Erfolg gab es durchaus Gründe.
Die Macher packten einfach zu viele Themen in die ohnehin schon recht austauschbare Handlung und verpatzten obendrein ein wenig das Timing. Stellenweise ließ man sich zu viel Zeit beim Erzählen, während es an anderer Stelle fast schon hektisch zur Sache ging. Anfangs schien man eine große Saga aufbauen zu wollen, am Ende musste die grob angerissene Geschichte dann aber doch irgendwie zu einem Abschluss gebracht werden.
Oftmals wirkte das Geschehen bemüht und vor allem sehr auf die junge Zielgruppe zugeschnitten. Hübsche, flott gekleidete Menschen, ein Hauch von Liebelei und ein wenig Action ergeben einen altbekannten Mix, mit dem so mancher früher gestartete Mitbewerber bereits Erfolg hatte. Die Chemie zwischen den Figuren stimmte dabei durchaus, auch wenn die schauspielerischen Leistungen insgesamt eher überschaubar ausfielen.
Trotz oder gerade wegen der vielen kleinen Klischees konnte der Film aber durchaus unterhalten. Die kleineren Actioneinlagen waren nett gemacht, und vor allem die Computereffekte brauchten sich nicht zu verstecken. Auch optisch hatte das Ganze einiges zu bieten. Der Look wirkte ziemlich edel, und die aufwendig ausgestatteten Kulissen ließen das vorhandene Budget durchaus erkennen.
So bekommt man einen stellenweise hübsch anzuschauenden und durchaus unterhaltsamen Fantasyfilm geboten, der letztlich aber kaum aus der Masse herausragt. Zwar konnte man „City of Bones“ für sich genommen als einigermaßen abgeschlossen betrachten, trotzdem blieb das Gefühl, lediglich einen Teil eines deutlich größeren Projekts erlebt zu haben. Die geplanten Fortsetzungen blieben aus, eine weitere Umsetzung der Buchreihe folgte später zwar in Serienform, doch da war ich längst raus.
Für Fans der Materie ist das Ganze durchaus einen Blick wert. Wer allerdings schon genügend ähnliche Fantasy-Jugendfilme gesehen hat, kann sich den Ausflug in die Unterwelt auch problemlos sparen.
6/10
Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)
