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Ich bin Nummer Vier

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

John ist der Neue an der Schule und wird von seinen neuen Klassenkameraden mit kritischen Augen begutachtet. Während er sich schnell mit einem der Loser der Schule anfreundet, macht er sich die beliebten Kerle vom Sportteam ebenso schnell zum Feind.

Lange schafft es John allerdings nicht, unbekannt zu bleiben, denn er ist alles andere als ein gewöhnlicher Teenager. Nicht nur, dass er über besondere Fähigkeiten verfügt, auch andere außergewöhnliche Wesen sind hinter ihm her…

Fazit

Der Trailer zu „Ich bin Nummer Vier“ sah eigentlich ganz interessant aus – doch irgendwie sehen solche Zusammenschnitte fast immer gut aus und sollten nicht unbedingt als Maßstab für das komplette Produkt angelegt werden. Bei diesem Streifen war es nämlich so, dass sich zunächst ein recht guter Eindruck entwickelte, der letztlich einer mittelprächtigen Teenie-Liebelei weichen musste.

Die Geschichte um einen getarnten Außerirdischen an der Schule ist so wenig originell wie gut umgesetzt. Der unbekannte Fremde macht sich an die schüchterne, hübsche Dame heran, auf die natürlich ein Football-Spieler schon länger ein Auge geworfen hat – und so weiter. Es handelt sich mehr um ein Jugenddrama als um einen ernsthaften Vertreter des Sci-Fi-Genres. Die Hatz der Außerirdischen verkommt bei den Problemchen der Jugendlichen schon fast zur Nebensache und wird eher lieblos abgehandelt, wenn nicht sogar regelrecht aufgesetzt.

Die Darsteller passen von der Optik her ins Schema und agieren grundsolide. Mit dem eher blassen Hauptdarsteller konnte ich relativ wenig anfangen und konzentrierte mich daher lieber auf seine hübsche Freundin, die sicherlich eines der sehenswertesten Merkmale der gesamten Produktion war. Zwar fand ich die Beteiligung von Timothy Olyphant erfreulich, doch seine merkwürdige Rolle ließ sein Talent nicht ansatzweise zur Entfaltung kommen. Ihm standen „Hitman – Jeder stirbt alleine“ oder „The Crazies“ jedenfalls weit besser als der übereifrige Beschützer eines getarnten Aliens an der Highschool.

Technisch war „Ich bin Nummer Vier“ durchwachsen. Während manche Effekte schon beachtlich ausfielen und mit entsprechenden Zerstörungsorgien bestückt waren, erschienen manche Figuren ein wenig künstlich und wollten sich nicht gänzlich ins Szenario eingliedern. Die Herkunft aus dem Computer war einfach nicht zu verleugnen, und das ist bei einer derart aufwendig produzierten und vergleichsweise neuen Produktion schon schade.

Sorry, Herr Caruso. Vom Regisseur bin ich Besseres gewohnt („Disturbia“, „Eagle Eye“) und von daher von dieser harmlosen Teenie-Romanze mit leicht übernatürlichem Einschlag enttäuscht. Nichts gegen die Verquickung verschiedener Genres, aber hier war die Mischung einfach nicht ausgewogen genug. Viele Elemente fühlten sich zu aufgesetzt an und kein Part konnte vollends überzeugen. Für das junge, vor allem weibliche Zielpublikum ist der Streifen vielleicht den Gang in die Videothek wert, doch eingefleischte Sci-Fi-Freunde kommen definitiv zu kurz. Technisch nett gemacht, vom Cast her ebenfalls in Ordnung, doch unterm Strich bleibt nur unspektakuläres Mittelmaß.

5,5/10

Fotocopyright: Walt Disney

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