Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Devil’s Kettle ist ein kleines, verschlafenes Kaff, in dem nur selten etwas passiert. Umso größer ist die Aufregung, als ein Großbrand nach einem Rockkonzert mehrere Todesopfer fordert. Die Stadt steht unter Schock, doch eine bizarre Mordserie hält die Bewohner auch danach weiter in Atem.
Die bildhübsche Jennifer hat sich in der Nacht des Brandes plötzlich verändert und geht seitdem auf Männerjagd. Ihre Opfer benötigt sie, um ihre Schönheit und Stärke zu bewahren. Bleibt das Blut aus, macht sich dies allerdings schnell bemerkbar und Jennifer beginnt sichtlich zu leiden…
Fazit
Manche Filme leben allein von ihren Hauptfiguren, und „Jennifer’s Body“ macht da keine Ausnahme. Storytechnisch hat der Streifen wenig bis gar nichts Neues zu bieten, doch ein gewisser Unterhaltungswert und natürlich der sexy Auftritt von Megan Fox sorgen für Aufmerksamkeit. Rein von der Handlung her wäre das Teil vermutlich schnell in der Versenkung verschwunden, doch die nicht zuletzt durch „Transformers“ bekannte Schönheit dürfte den Film an der Kinokasse und im Verleih ordentlich gepusht haben.
Trotz mangelnder Innovation ist der Erzählfluss recht angenehm, und nur selten schleichen sich kleinere Längen ein. Besonders die liebevolle Ausstattung hat es mir angetan. So entdeckt man immer wieder sympathische kleine Details wie „Evil Dead“-T-Shirts oder „Fall Out Boy“-Poster an den Wänden. In diesem Bereich hat man sich sichtlich Mühe gegeben und ein stimmiges Gesamtbild geschaffen, das dem Film durchaus zugutekommt.
Die Effekte sind grundsolide, aber keineswegs überragend. Im Vergleich zu mancher Konkurrenz fällt der Härtegrad eher moderat aus, obwohl der Blutgehalt durchaus ordentlich ist. Die Mordrituale sind ebenso wenig einfallsreich wie die Geschichte selbst. Vieles hat man irgendwo schon einmal gesehen, immerhin freut man sich über die technisch saubere Machart. Wirklich neue Akzente setzt der Streifen damit allerdings nicht.
Im Grunde ist „Jennifer’s Body“ kein großes Glanzstück im Horrorbereich, erntet dank seiner sehenswerten Hauptdarstellerin aber deutlich mehr Aufmerksamkeit, als ihm inhaltlich zusteht. Unterm Strich ist das Ganze durchaus solide und unterhält ganz passabel, bei der zweiten Sichtung machte sich allerdings bereits eine gewisse Langeweile breit. Nette Details und natürlich Megan Fox werten den Streifen auf und machen ihn zumindest für Genrefans zu einem unterhaltsamen Zeitvertreib. Für einen bleibenden Eindruck reicht es letztlich aber nicht.
6,5/10
Fotocopyright: 20th Century Fox
