Inhalt
Rudd ist Luxusmäkler und ganz auf den Erfolg erpicht. Unbedingt möchte er dabei seinen erfolgreichen älteren Bruder übertrumpfen, vergisst dabei aber selbst die Rolle als “großer Bruder” in seiner Jugend. Als dann eines Tages sein damaliger Schützling bei ihm auftaucht, gerät seine heile Welt völlig aus den Fugen…
Fazit
Noch in den ersten Minuten hatte dieser Film einen schweren Stand bei mir. Erst einmal wirkten Figuren und der bereits angeteaserte Humor recht befremdlich, doch mit laufender Spielzeit hatte mich das Ding am Haken.
“Litte Brother” bot eine solide Grundgeschichte, die einen hervorragenden Rahmen für lustiger, aber auch erstaunlich nachdenkliche Momente bot. Neben all dem auf Hochglanz polierten Luxus, schimmerte immer wieder eine gefühlvolle Seite aller Beteiligten durch und die Mischung wirkte am Ende angenehm ausgewogen.
Der Erzählfluss war dabei einwandfrei. Nur selten gab es kleinere Leerläufe, ansonsten präsentierte sich das Geschehen überwiegend kurzweilig und charmant. Die Chemie aller Figuren untereinander hat gepasst, auch wenn man sich an den ungewöhnlichen Neuzugang der Familie (Eric André) erst einmal gewöhnen musste.
Die Gags waren gelungen und nur selten unter der Gürtellinie – aber selbst solche Momente wurden von den Darstellern mit einem Lächeln aufgefangen und plötzlich wirkte dies nicht mehr zu zottig. Hier hat man schon weitaus schlimmeres und weniger elegantes gesehen.
Ein richtig guter Film ist “Little Brother” eigentlich nicht geworden und er bot für mich auch kaum Argumente für eine erneute Sichtung – und trotzdem ist eine kleine Empfehlung drin. Hier wirkte alles so locker und sympathisch, unterhielt einfach einwandfrei.
7/10
Fotocopyright: Netflix
