Inhalt
Wie aus dem Nichts stranden außerirdische Wesen mit einem großen Knall auf der Erde und legen alles in Schutt und Asche. Zum Glück sind Marcus und seine Gefährten rasch zur Stelle und versuchen die Invasion zu stoppen…
Gameplay
„E-Day“ bietet typisches „Gears“-Gameplay ohne große Schnörkel. Erneut wagen wir uns aus der Third-Person-Perspektive ins Gefecht und erleben einen Deckungs-Shooter erster Güte. Hinter Mauern, Fahrzeugwracks und sonstigen Hindernissen suchen wir Schutz, um den Gegnern anschließend mit einem ordentlichen Waffenarsenal einzuheizen.
Erneut durchqueren wir in spürbar schwerer Montur die verwüsteten Landschaften und legen uns mit allerlei außerirdischem Getier an. Das Gunplay geht gewohnt unkompliziert von der Hand und sorgt mit wuchtigen Waffen, satten Treffern und ordentlich Wumms für jede Menge Spaß. Auch die gewaltsamen Nahkampfattacken und die gewaltigen Endgegner sorgen immer wieder für gelungene Momente. Allerdings beschränkt sich das Spielgeschehen häufig auf die üblichen Schusswechsel, während sich die einzelnen Gefechte auf Dauer doch recht ähnlich anfühlen. Auch bei den Gegnertypen hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet.
Spielzeit
Mit rund 9 bis 10 Stunden ist die Kampagne erfreulich umfangreich ausgefallen. Damit wird man nicht unnötig in die Länge gezogen, bekommt aber dennoch genügend Zeit, um sich durch die verwüsteten Gebiete zu kämpfen. Für einen geradlinigen Shooter dieser Art geht die Spielzeit absolut in Ordnung.
Präsentation
Solange das Gameplay stimmt, muss ein Spiel keine grafische Augenweide sein. Bei „Gears of War: E-Day“ darf man allerdings durchaus genauer hinsehen, denn die Präsentation gehört zu den großen Stärken des Spiels. Die detaillierten Umgebungen, die eindrucksvollen Zerstörungen und die imposanten Gegner machen ordentlich was her. Auch die Inszenierung der Gefechte ist wuchtig ausgefallen und vermittelt das Gefühl, sich mitten in einer gewaltigen Invasion zu befinden.
Akustisch gibt es ebenfalls wenig zu meckern. Die Waffen klingen satt, Explosionen haben ordentlich Druck und auch die musikalische Untermalung passt zum Geschehen. Insgesamt bekommt man hier eine technisch und audiovisuell überzeugende Vorstellung geboten.
Positiv
- eine grafische Augenweide
- unkompliziertes Gunplay mit hohem Spaßfaktor
- Wiedersehen mit alten Bekannten
- angemessene Spielzeit
- gewaltige Endgegner
Neutral
- recht abwechslungsarmes Gameplay
- wenig unterschiedliche Gegnertypen
Negativ
- manchmal leichte Orientierungsprobleme
- viel Backtracking
Fazit
„Gears of War: E-Day“ liefert im Grunde genau das, was man von der Reihe erwartet. Wuchtige Schusswechsel, ein unkompliziertes Gunplay und eine beeindruckende Präsentation sorgen dafür, dass man sich schnell mitten im Geschehen wiederfindet. Gerade die Grafik ist eine echte Augenweide und zeigt eindrucksvoll, was technisch mittlerweile möglich ist. Auch die brachialen Waffen und die gewaltigen Endgegner machen ordentlich Laune, während die Kampagne mit rund 9 bis 10 Stunden eine vernünftige Länge bietet.
Ganz ohne Kritik kommt das Spiel allerdings nicht davon. Das Gameplay ist zwar grundsolide, bietet auf Dauer aber nur wenig Abwechslung. Die Gefechte ähneln sich häufig, die Gegnertypen sind überschaubar und auch das gelegentliche Backtracking hätte man sich durchaus sparen können. Hinzu kommen kleinere Orientierungsprobleme, die den Spielfluss hin und wieder etwas ausbremsen. Wirklich gravierend sind diese Schwächen zwar nicht, verhindern aber, dass sich das Spiel auch spielerisch von der Masse abheben kann.
Unterm Strich ist „Gears of War: E-Day“ ein technisch beeindruckender Shooter, der vor allem mit seiner Präsentation und dem gewohnt wuchtigen Gunplay punktet. Wer mit der Reihe etwas anfangen kann, bekommt hier einen unterhaltsamen Actiontrip, der zwar keine großen spielerischen Überraschungen bietet, dafür aber ordentlich kracht. Für mich reicht das trotz der spielerischen Wiederholungen für eine gute Wertung.
Grafik: 10/10 | Sound: 8/10 | Gameplay: 5/10 | Gesamt: 8,5/10
Fotocopyright: Xbox Game Studios
